
Die Braker wären bei zwei Konstellationen nicht vom zweiten Platz zu verdrängen – wenn sie gewinnen und Heidmühle nicht, oder wenn sie Unentschieden spielen, und der HFC verliert. Im letzteren Fall könnten die Heidmühler und Obenstroher zwar noch nach Punkten gleichziehen, doch der SVB verfügt über die mit Abstand beste Tordifferenz des Trios.
„Wir beschäftigen uns nur mit unserer Partie“, sagte Brakes Trainer Michael Rickers gestern. Das Ergebnis werde man hinterher sehen. „Wir haben es selbst in der Hand und müssen unser Spiel durchziehen.“ Der Übungsleiter hält die Bockhorner für einen „unangenehmen Gegner, der befreit aufspielen“ kann.
Rickers warnte vor BVB-Stürmer Wilke Runkel, den er als „Top-Torjäger“ bezeichnete. Da wusste der Coach allerdings noch nicht, dass der Angreifer morgen fehlen wird. „Er hat sich bei einer Begegnung gegen ein Freizeit-Team während unserer Sportwoche einen Bänderriss zugezogen“, verriet Bockhorns Trainer Gerold Steindor, der den SVB früher betreut hatte, gestern.
Alle Vorzeichen sprechen für einen deutlichen Triumph der Rickers-Elf. Sie ist seit 16 Begegnungen ungeschlagen. In diesen hat sie sieben Mal Unentschieden gespielt. Bockhorn hat seit April vier Niederlagen kassiert und zwei Dreier gelandet. Steindor: „Der SV Brake gehörte für mich schon lange zu den Aufstiegskandidaten. Er hat in den letzten beiden Partien zudem den psychologischen Vorteil, auf seinem Kunstrasen auflaufen zu dürfen.“
Wenn alles optimal läuft, könnte die Truppe aus der Wesermarsch morgen gegen 16.50 Uhr nach nur einer Saison die Rückkehr in die Landesliga feiern. Das würde wohl auch Steindor ein wenig freuen. Als Nachfolger von Michael Rickers steht er übrigens nicht zur Wahl. „Ich mache beim BVB weiter“, stellte er klar.
