
Nachdem Anfang 2011 drei ältere Einsatzfahrzeuge ausgemustert und durch zwei moderne Fahrzeuge ersetzt wurden (600 000 Euro) und der Um- und Ausbau des Gerätehauses in Bardewisch (32 0000 Euro) fast abgeschlossen ist, stehen schon weitere Investitionen an. Die Basis für den Ersatz des jetzigen, 25 Jahre alten Einsatzleitwagens beispielsweise besteht aus einem Lieferwagen, der bereits angeschafft wurde. Allerdings: Was darüber hinaus noch fehlt, ist die Technik, so Gemeindebrandmeister Hartwig Sondag in der jüngsten Sitzung des Feuerwehrausschusses des Gemeinderates.
Diese werde jedoch sehr viel aufwändiger sein müssen als das, was bisher notwendig war. Der Grund sind die Änderungen bei der Einsatzzentrale. Teile der Aufgaben, die bisher bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Brake angesiedelt waren, sollen in Zukunft von den Einsatzleitern vor Ort übernommen werden, sobald die neue Großleitstelle in Oldenburg ihren Dienst aufnimmt und die übrigen Aufgaben der FTZ übernimmt. Hinzu kommt Hartwig Sondag zufolge die Umstellung auf digitale Funktechnik.
Neben den neuen digitalen Funkgeräten sollen auch die herkömmlichen Analog-Geräte in dem neuen Einsatzleitwagen an Bord sein. Damit will die Feuerwehr eine reibungslose Verständigung mit Einsatzkräften anderer Hilfsmannschaften gewährleisten, die noch nicht auf Digitalfunk umgestellt haben.
Alles zusammen genommen kosten Ausbau und Ausstattung des Fahrzeuges 80 000 Euro, die vom Feuerwehrausschuss auch genehmigt wurden. Dem stehen knapp 30 000 Euro gegenüber, die die Gemeinde vergangenes Jahr durch den Verkauf der alten Fahrzeuge und einiger Gerätschaften eingenommen hat.
Die Umstellung auf den digitalen Funkverkehr bei der Feuerwehr erfordert allerdings noch weitere Investitionen. Im weiteren Verlauf der Sitzung bewillige der Ausschuss daher knapp 24 000 Euro für die Anschaffung von Digitalfunkgeräten für die übrigen Feuerwehrfahrzeuge und die Führungskräfte der Feuerwehr sowie weitere 52 300 Euro für die Anschaffung von digitalen Meldeempfängern und die Umrüstung der sechs Sirenen.
Neben diesen einmaligen Ausgaben benötigen die Feuerwehren wie jedes Jahr die Mittel für die Unterhaltung der Geräte und Gebäude, des Schlauch- und Atemschutzpools, der Fahrzeuge, Schutzkleidung sowie der Aus- und Fortbildung der einzelnen Ortswehren. Hinzu kommen 2012 außerdem erstmals Mittel für die Fortbildung der Rettungshundestaffelführer. Der Ausschuss bewilligte ihren Antrag auf eine Zuschuss für die Fortbildung in Höhe von 4000 Euro. Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann hofft, dass es bald zu einer gesetzlichen Regelung für Hunderettungsstaffeln bei Feuerwehren kommt. Denn dann könne sich das Land nicht mehr heraushalten, wenn es um die Finanzierung von Hunderettungsstaffeln gehe.
