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Vom Hörsaal in den Job


Elsfleth. 46 Absolventen wurden gestern in einer Feierstunde auf dem Campus mit der Urkunden- und Patentverleihung von der Jade Hochschule entlassen. 16 von ihnen konnten schon gar nicht mehr dabei sein, weil sie direkt von der Seminarbank weg einen Job bekommen haben und bereits in verschiedenen Unternehmen tätig sind. Von Kerstin Seeland


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Nach der Feierstunde stellten sich die Absolventen und ihre Dozenten zum obligatorischen Gruppenfoto auf. Foto see

„Fühlen Sie sich belorbeert, denn der Titel Bachelor bedeutet nichts anderes, als der mit beerenreichen Lorbeeren Bekränzte“, erläuterte Prof. Dr. Klaus-Jürgen Windeck, Dekan des Fachbereichs Seefahrt in seiner Rede. Er ging darauf ein, dass derzeit in der zweiten Phase des bundesweiten sogenannten Hochschulpakets 27 Prozent mehr Studenten im Bereich Nautik, 64 Prozent im Bereich Seeverkehrs- und Hafenwirtschaft sowie 40 Prozent im Bereich Internationales Transportmanagement im Erstsemester aufgenommen wurden.

„Wenn wir auch weiterhin Semestergruppengrößen erhalten wollen, benötigen wir mehr Lehrpersonal“, sagte Windeck und ergänzte: „Wir sind auch schon auf dem besten Wege.“

Er erläuterte den Absolventen, dass in der Zeit ihres Studiums wichtige Dinge auf den Weg gebracht wurden. Unter anderem das berufsbegleitende Studium und den Master Studiengang Maritime Management. „Es ist unsere Pflicht, über den Bachelor-Abschluss hinaus den Bildungsauftrag zu erfüllen.“ Den Studenten gab er angesichts des Unglücks der „Costa Concordia“ mit auf den Weg, dass nicht nur das, was durch das Gesetz geregelt ist, die Gesellschaft bestimmt. „Mensch sein heißt, Verantwortung zu übernehmen“, zitierte Windeck den Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry.

„Sie haben etwas geschafft, auf das Sie mit Recht stolz sein können“, wandte sich Prof. Dr. Ralf Wandelt, Vizepräsident der Jade Hochschule, an die Absolventen, „nutzen Sie die Möglichkeit des lebenslangen Lernens und wissen Sie vor allem, dass die Hochschule Ihnen immer offen steht.“

„Zauberwort Elsfleth“

Bürgermeisterin Traute von der Kammer legte den Absolventen ans Herz, Elsfleth in guter Erinnerung zu behalten und Werbung für die Stadt an der Hunte zu machen. „Ein Studium in Elsfleth hat einen guten Ruf in der Welt.“

Erhard Bülow sprach für die Freunde der Seefahrtschule Elsfleth und stellte den Verein vor. „Nutzen Sie das Zauberwort Elsfleth bei der Knüpfung von Kontakten zu anderen Studiengängen oder nutzen sie unser Netzwerk, das für Ehemalige eingerichtet haben. Dies hat schon einigen zu einem guten Job verholfen.“

„Als wir im Herbst 2008 nach Elsfleth kamen, fragten wir uns zunächst, ob sich Elsfleth überhaupt Stadt nennen darf, und ob es hier überhaupt Strom und fließendes Wasser gibt“, resümierten Julia Schröder und Söhnke Ohrt als Sprecher der Absolventen Wirtschaft und Nautik liebevoll-ironisch ihre Zeit in Elsfleth an der Seefahrtschule.

„Doch wir lernten Elsfleth lieben, vom Grillen am Strand bis hin zu den Feiern in der Gaststätte Leuchtfeuer. Wir haben viel erlebt, wuchsen nach und nach zusammen und verlassen Elsfleth so, wie wir es gewohnt waren.“ Und weiter: „Elsfleth ist so wie es ist. Man mag es oder mag es nicht. Auf jeden Fall aber sind die Schranken unten oder es regnet, – wahrscheinlich aber beides.“

Chopin und Elton John

Für die musikalische Unterhaltung sorgte während der Feierstunde der Elsflether Visurgen-Shanty-Chor unter der Leitung von Johannes Reifig. Sebastian Westerfeld spielte zudem am Klavier Werke von Chopin und Elton John sowie das Lied „Where do I go from here“ für die Absolventen.


Artikel vom 28.01.12 - 12:00 Uhr
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