
„Ich habe drei akute Fälle, die ich nicht versorgen kann“, sagt Karen Stuke, Leiterin des Familien- und Kinderservicebüros Lemwerder, betrübt. „In Berne sind gar fünf Familien unversorgt“, fällt Martina Drake-Hennig ein. Die Rede ist von einer qualifizierten flexiblen Betreuung für den Nachwuchs der Familien.
So werben die Leiterinnen der drei Familienservicebüros in der südlichen Wesermarsch – Karen Stuke (Lemwerder), Martina Drake-Hennig (Berne) und Waltraud Ralle-Klein (Elsfleth) – händeringend um neue Kräfte. „Ich habe qualifizierte Personen“, betont Karen Stuke. Deren Plätze seien derzeit allerdings voll oder die Personen privat so eingebunden, dass sie den gefragten Zeiten nicht nachkommen können.
Besonders wichtig ist Stuke, dass die angehenden Tagespflegepersonen flexible Betreuungszeiten anbieten könnten. Eine Tagesmutter beziehungsweise ein Tagesvater darf bis zu acht verschiedene Kinder betreuen, davon allerdings nur fünf Jungen und Mädchen gleichzeitig.
Da die Nachfrage der Eltern vorhanden ist, hoffen Stuke, Drake-Hennig und Ralle-Klein, dass sich erneut Interessierte für den am Dienstag, 7. Februar, beginnenden Kursus anmelden. Die Qualifizierung erstreckt sich über 27 Termine und findet jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags von 8 bis 13 Uhr in der Begu Lemwerder, Edenbütteler Straße 5, statt. Hinzu kommen zwei Sonnabendtermine am 25. Februar sowie am 24. März.
Interessenten müssen mindestens 18 Jahre alt sein, einen Hauptschulabschluss in der Tasche haben und ein polizeiliches Führungszeugnis besitzen. Die Betreuung kann in den eigenen vier Wänden, im Haushalt des Kindes oder in angemieteten Räumen stattfinden. Das Jugendamt prüft, für wie viele Kinder sich die jeweiligen Räumlichkeiten eignen. (bw)
