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Nordwestradio sendet live von der Kaje

Elsfleth. Das Nordwestradio berichtet wieder mal live aus Elsfleth. Und zwar am kommenden Montag, 3. August, mit Hans-Heinrich Obuch von 13.05 bis 14 Uhr von Bord des Weserkahns „Franzius“, der am Anleger an der Kaje festmachen wird.

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Radio live vom Weserkahn „Franzius“ . Foto: pr

Nordwestradio-Redakteur Gerald Sammet kennt Elsfleth und würdigt die kleine Seefahrerstadt im Vorfeld der Live-Sendung: „Wäre Elsfleth nur ein Städtchen an der Mündung der Hunte in die Weser, man müsste es sich trotzdem so genau wie möglich anschauen. Elsfleth ist nämlich einer der Orte, die mit der See, der Schifffahrt und dem Schiffbau so eng verbunden sind wie nur wenige andere in der Region. Elsfleth war zeitweilig der nach Hamburg größte Reedereistandort in Deutschland, es ist auch heute noch Sitz einer 1832 als Navigationsschule gegründeten Seefahrtshochschule, und es ist im 19. Jahrhundert der wichtigste Hafen des Staates Oldenburg gewesen.

Selbstbewusst schaut man in Elsfleth sowohl auf seine Geschichte als auch nach vorn. Noch vor zwanzig Jahren, so schien es, war man dabei, seine maritimen Bezüge zu verlieren. Nur ein Schiffbaubetrieb war noch vorhanden, die Seefahrtsschule stand vor dem Aus, der Hafen hatte seine Bedeutung verloren.

Elsflether allerdings verstehen sich auf Allehand-Manöver so gut wie darauf, aus andernorts negativ bewerteten Entwicklungen Gewinn zu schlagen. Globalisierung zum Beispiel: Wovon hat die Schifffahrtsbranche denn von jeher gelebt? Wer zum Aufgeben neigt, weil ihn weltweite Entwicklungen bedrängen, sollte nicht in einer Hafenstadt leben. Auch nicht in einer kleinen. Besser daher, man zeigt Einigkeit, wo eigene Anliegen im Spiel sind, und Sinn für Eigenheiten, ohne die es in einem Gemeinwesen mit unverwechselbarem Profil nun mal nicht geht.

Gönner und Rituale

Auf so markante wie behutsam vollzogene Weise hat Elsfleth daher in den zurückliegenden Jahren sein Aussehen verändert. Hochschule und High-Tech-Firmen setzen dort ganz neue architektonische Akzente. Studenten beleben das Terrain, lassen die Stadt jung und optimistisch erscheinen. Traditionen kommen dabei nicht zu kurz. Das Segelschulschiff „Großherzogin Elisabeth“, ein Botschafter Elsfleths, vermittelt mit seiner Präsenz auf der Weser und Nordsee zwischen gestern und morgen.

Rituale wie das alljährliche Nautische Essen und das traditionelle Heringsessen sorgen für Zusammenhalt und Bindungen über den Tag hinaus. Dem Engagement zahlreicher Gönner verdankt die Stadt ihren Rang als bedeutendstes maritimes Kompetenzzentrum in Deutschland.

In der Live-Sendung am Montag kommen vorzugsweise diejenigen zu Wort, die Elsfleth heute bewegen:

Heinz Janssen kennt sich aus in Elsfleths maritimer Geschichte und weiß um die Museumsschätze im unlängst eröffneten Haus Elsfleth.

Horst Werner Janssen ist weit mehr als ein mit seiner Container-Schifffahrt von Elsfleth aus operierender Reeder. An ihm kommt, im besten Sinne, in der Stadt keiner vorbei.

Kurt Wiechmann, Geschäftsführer der Elsflether Werft, versteht vom Bau moderner Schiffe so viel wie davon, historische Segler wie das Marineschulschiff „Gorch Fock“ wieder jung aussehen zu lassen.

Klaus-Jürgen Windeck ist Dekan der nautischen Hochschule in Elsfleth, die 1992 gerade noch 42 Studenten vorweisen konnte und die heute mehr als 700 Hochschüler ausbildet.

Peter-Michael Pawlik hat schon in seiner Zeit als Richter an einem Bremer Amtsgericht den Schiffbau an der Unterweser erforscht und kann davon bis heute nicht lassen. Klar, dass auch Elsfleth ins Fadenkreuz seiner Recherchen geriet.“ (tv)

Nordwestradio

Das Gemeinschaftsprogramm von Radio Bremen und dem NDR ist auf UKW auf den Frequenzen 88,3 im Raum Bremen und 95,4 im Raum Bremerhaven empfangbar.

Sendung heute von Bord des Weserkahns „Franzius“ – Rundfunkredakteur schwärmt von Elsfleth

Artikel vom 31.07.10 - 06:00 Uhr
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