
Gebannt sitzen die Kinder auf ihren Stühlen. Eine Reihe mit Sitzgelegenheiten ist im Saal der Begu aufgebaut. Alle Plätze sind besetzt. Die Blicke sind geradeaus gerichtet. Auf der Bühne vor ihnen, führen sechs junge Akrobatinnen ihre Künste auf, bauen Pyramiden, drehen sich zur Musik und verbeugen sich schließlich. An diesem Nachmittag ist einiges anders als sonst, wenn der Kinder- und Jugendzirkus Alacasam Peppolino trainiert. Heute ist Generalprobe für die Weihnachtsgala am kommenden Mittwoch.
„Umbaumusik“, fordert Leiterin Ines Rosemann. Mona Kimmer am Mischpult bedient die Regler. Die Weihnachtsklänge verstummen. Langsam begibt sich Lilly auf die Bühne, nimmt sich Mikrofon und Buch, setzt sich auf den bereitgestellten Stuhl und beginnt aus „Viel Zirkus um den Weihnachtsmann“ zu lesen. Die alte Weihnachtsgeschichte bildet den Rahmen der Vorführung.
Bei der Probe von Miss Jana spenden die kleine Zuschauerschar, Leiterinnen wie Akrobatikkollegen, Zwischenapplaus, so angetan sind sie von der Nummer. Dann heißt es für alle Kinder noch einmal zurück auf die Bühne, zum großen Finale. An diesem Tag sind es 15 Jungen und Mädchen. Eigentlich gehören der Nachwuchstruppe 20 Kinder an. Viele stehen noch auf der Nachrückerliste. Zu den Klängen von „Do they know it’s Christmas time“ wirbeln alle durcheinander, wobei sie immer wieder zu Mona Kimmer hinüber schielen, die die Bewegungen hinter ihrem Mischpult mittanzt.
Eineinhalb Stunden wird die Weihnachtsgala in etwa dauern. Karten für fünf Euro, ermäßigt für drei Euro, gibt es nur an der Abendkasse vor dem Begu-Saal, Edenbütteler Straße 5.
