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FDP kritisiert Deichbaumaßnahme

Lemwerder. Harald Schöne kann sich einen gewissen Sarkasmus nicht verkneifen. „Deicherde verschieben muss Spaß machen“, schreibt der FDP-Chef in einer Mitteilung an die Presse. Gerade hat er gemeinsam mit einigen Fraktionsmitgliedern und Cord Hartjen, dem Vorsteher des 1. Oldenburgischen Deichbands, die Baumaßnahmen am Deich in Höhe der St.-Veit-Straße begutachtet.

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Cord Hartjen (2.v.l.) erläutert die Deichbaumaßnahme . Foto: pr

„Es ist nicht ganz so gelungen, wie wir das vorhatten“, räumt Hartjen ein. Die Baumaßnahme an sich verteidigt der Funktionär aber. Die Treppe sei abgängig gewesen und habe ersetzt werden müssen, begründet Hartjen. Für die neue Treppe, habe der Deich abgeflacht werden müssen. Bei den Planungen hätten sich allerdings Fehler eingeschlichen. So sei der Deich falsch vermessen worden, da er an seinem Fuß in den vergangen Jahren bereits bis auf die Deichstraße gerutscht sei. Dieses Stück soll nun in den kommenden Wochen abgetragen werden. Damit der Deich infolgedessen nicht wieder steiler wird, muss er ein Stück in Richtung Weser verschoben werden. Das will der Deichband hinbekommen, indem er die derzeit drei Meter breite Kappe abschrägt.

600 Meter Umweg

Was die örtlichen Liberalen besonders auf die Palme treibt, ist die Tatsache, dass im Zuge des Abrisses der alten Treppe auch die vorhandene – nach Einschätzung der FDP voll funktionsfähige – Drift abgerissen wurde. Schöne: „Jetzt müssen Eltern mit Kinderwagen und Gehbehinderte mit Rollator die 300 Meter entfernte neue Drift benutzen. Ein Umweg von 600 Metern, um zur Weser zu kommen.“

Den Vorwurf des Bürgermeisters, die FDP-Fraktion habe bei den Haushaltsberatungen ebenfalls ihre Finger gehoben, als es darum ging, Geld für eine neue Deichtreppe einzustellen, lässt Schöne nicht unkommentiert auf sich sitzen. „Da haben wir nur die Finanzierung sichergestellt, aber noch keine Maßnahme beschlossen“, erinnert sich der FDP-Fraktionsvorsitzende.

Erhöhung für 2011 geplant

Während ihres Treffens am neuralgischen Punkt des Deiches berichtete Cord Hartjen den Liberalen noch von zwei weiteren Baumaßnahmen. Bezüglich des Abrisses der Baracken im Deichbereich zum Bau einer Verbindung zwischen Flughafenstraße und Ernst-Pieper-Straße sei man noch nicht weiter, so Hartjen. Gearbeitet werde im kommenden Jahr aber voraussichtlich in die andere Richtung. Dann solle der Deich zwischen Schart und Lürssen erhöht werden.

Artikel vom 30.07.10 - 06:00 Uhr
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