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Erste Spar-Ideen im Finanzausschuss

Elsfleth. Wo und auf welche Weise kann bei den städtischen Finanzen noch gespart werden? Über diese Frage werden die Stadtratsfraktionen in den kommenden Wochen diskutieren. Am Dienstagabend stellte Kämmerin Brigitte Fuchs den Mitgliedern des Finanzausschusses den Verwaltungsentwurf für den Haushalt 2012 vor.

Erste Spar-Ansätze kamen bereits in dieser Sitzung zur Sprache. So sei ursprünglich geplant gewesen, das Rathaus mit einem Fahrstuhl-Anbau zu versehen. Kostenpunkt: rund 100 000 Euro. Hinzu kämen jährliche Folgekosten für Wartung und Notdienst-Bereitschaft. FDP-Fraktionschef Horst Kortlang wies darauf hin, dass der Behindertenbeirat einen Aufzug als notwendig betitelt habe. „Aber vielleicht wäre es auch möglich, einen Treppenlift für Rollstuhlfahrer einzubauen“, schlug Kortlang vor. Die Verwaltung sollte zudem überprüfen, ob es dafür Fördermittel gebe. Bürgermeisterin Traute von der Kammer sagte, dass sie jederzeit bereit wäre, aus ihrem Büro im Obergeschoss des Rathauses ins Erdgeschoss zu kommen, wenn ein mobilitätseingeschränkter Bürger ein Anliegen habe.

Gesprächsbedarf gibt es noch in Sachen Sirene am Sandfelder Feuerwehrhaus. Je nachdem, wo sie künftig stehe, entstünden Kosten, die eventuell gespart werden können, hieß es. Kritische Töne gab es über die nach Ansicht einiger Ausschussmitglieder zu geringen Pacht- und Mietgebühren für die Stadthalle sowie über die Ausstellungen von Künstlern im Rathaus, die derzeit von der Stadt mit Personaleinsatz und Sachkosten unterstützt würden.

Feste Stelle für Elektriker

Der Vorschlag der Verwaltung, eine zusätzliche Stelle am Bauhof für einen Elektriker einzurichten, stieß auf ein gemischtes Echo. Bauamtsleiter Hartmut Doyen verspricht sich von einem angestellten Elektriker langfristig Einsparungen, denn bisher wurde beispielsweise die Straßenbeleuchtung im Auftrag der Stadt von einem Privatunternehmen gewartet. „Der Elektriker könnte zusätzlich auch die Geräteprüfungen in der Gemeinde und kleinere Elektroarbeiten in den öffentlichen Gebäuden erledigen“, rechnete Hartmut Doyen vor.

Zudem habe eine Nachbargemeinde Interesse bekundet, sich finanziell an der Stelle zu beteiligen und sich den Elektriker bei Bedarf „auszuleihen“. Jedoch fragten sich einige Politiker, ob für die von Doyen kalkulierte Bruttosumme von 42 000 Euro pro Jahr ein entsprechend ausgebildeter Elektriker die Stelle antreten würde. (flo)

Politiker machen sich mit dem Haushaltsentwurf der Verwaltung vertraut – Treppenlift statt Aufzug

Artikel vom 02.02.12 - 12:00 Uhr
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