Erste Spar-Ansätze kamen bereits in dieser Sitzung zur Sprache. So sei ursprünglich geplant gewesen, das Rathaus mit einem Fahrstuhl-Anbau zu versehen. Kostenpunkt: rund 100 000 Euro. Hinzu kämen jährliche Folgekosten für Wartung und Notdienst-Bereitschaft. FDP-Fraktionschef Horst Kortlang wies darauf hin, dass der Behindertenbeirat einen Aufzug als notwendig betitelt habe. „Aber vielleicht wäre es auch möglich, einen Treppenlift für Rollstuhlfahrer einzubauen“, schlug Kortlang vor. Die Verwaltung sollte zudem überprüfen, ob es dafür Fördermittel gebe. Bürgermeisterin Traute von der Kammer sagte, dass sie jederzeit bereit wäre, aus ihrem Büro im Obergeschoss des Rathauses ins Erdgeschoss zu kommen, wenn ein mobilitätseingeschränkter Bürger ein Anliegen habe.
Gesprächsbedarf gibt es noch in Sachen Sirene am Sandfelder Feuerwehrhaus. Je nachdem, wo sie künftig stehe, entstünden Kosten, die eventuell gespart werden können, hieß es. Kritische Töne gab es über die nach Ansicht einiger Ausschussmitglieder zu geringen Pacht- und Mietgebühren für die Stadthalle sowie über die Ausstellungen von Künstlern im Rathaus, die derzeit von der Stadt mit Personaleinsatz und Sachkosten unterstützt würden.
Zudem habe eine Nachbargemeinde Interesse bekundet, sich finanziell an der Stelle zu beteiligen und sich den Elektriker bei Bedarf „auszuleihen“. Jedoch fragten sich einige Politiker, ob für die von Doyen kalkulierte Bruttosumme von 42 000 Euro pro Jahr ein entsprechend ausgebildeter Elektriker die Stelle antreten würde. (flo)
Politiker machen sich mit dem Haushaltsentwurf der Verwaltung vertraut – Treppenlift statt Aufzug
