Am morgigen Dienstag, 1. Mai, hält Heddo Peters, Mitglied und ehrenamtlicher Mitarbeiter im Archiv des Rüstringer Heimatbundes, einen Vortrag mit dem Titel „Zwischen Kriegsende und Küstenplan: Aus der Nachkriegsgeschichte des II. Oldenburgischen Deichbandes“. Los geht es um 19.30 Uhr im Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel.
Bei seiner Archivarbeit fand Heddo Peters einen Stapel älterer Schriften, die allesamt mit dem Deichbau und mit dem Küstenschutz in der Wesermarsch zu tun haben. Obwohl sie aus den 1950er Jahren stammen, sind diese Unterlagen in ihren Darstellungen und Aussagen unverändert aktuell. Das ist kein Wunder, denn der Verfasser der Schriften ist kein Geringerer als der bekannte Deichbandsvorsteher Anton Hullmann aus Ovelgönne.
In dem morgigen Vortrag geht es zum einen um die Zeit unmittelbar nach Kriegsende, als der II. Oldenburgische Deichband unter stark erschwerten Bedingungen dank der tatkräftigen Führung Anton Hullmanns die dringend notwendigen Küstenschutzarbeiten wieder aufnahm und mit Erfolg durchführte. Zum anderen behandelt der Vortrag die intensiven Deichbau- und Küstenschutzmaßnahmen, die im Rahmen des sogenannten Küstenplanes Mitte der 1950er Jahre nach der katastrophalen Hollandflut von 1953 in Deutschland aufgenommen wurden und die dafür gesorgt haben, dass die Orkanflut vom Februar 1962 in der Wesermarsch nur geringen Schaden anrichten konnte. Eine Bilder- und Landkartenpräsentation bietet dem Zuhörer eine anschauliche Begleitung zum gesprochenen Wort. (kzw)
Sturmflut 1962: Heddo Peters berichtet aus der Geschichte der II. Oldenburgischen Deichbandes
