
Auch für Friederike Ehn, die Anfang Januar ihre Stelle als Hausleiterin antrat und sich „gut eingelebt“ hat, war die Ausstellung eine Premiere. Die Fotogruppe gibt es seit sieben Jahren. Die 15 Mitglieder aus der Seestadt und dem benachbarten Landkreis Cuxhaven haben sich dieses Mal mit dem Thema Weltnaturerbe Wattenmeer befasst. „Mein Lieblingsthema“, sagte Dr. Marlene Laturnus, die als Vorsitzende des Förderkreises Museum Butjadingen die Gäste im Seminarraum begrüßte.
Die Bilder sind zwischen Anfang 2010 und Sommer 2011 entstanden. Teilweise waren die Fischaugen allein auf Fotopirsch, oft gemeinsam bei Exkursionen unterwegs – auf den Ostfriesischen Inseln, von der Butjadinger bis zur Wurster Küste. Dem Thema Weltnaturerbe hat sich jeder auf seine Weise genähert – in Stil, Anspruch und Technik.
Unterwegs seien den Fotografen viele Details aufgefallen, die sie mit der Kamera festgehalten haben – zum Beispiel eine Vogelfeder, die von den Auswürfen der Wattwürmer wie eingemauert erscheint. Oder eine Muschelbank, oder Spuren im Sand.
„Man muss ein Auge für diese Details haben“, sagte ein Ausstellungsbesucher. „Und man muss Glück haben“, ergänzte Christel Jeschke, Mitglied der Fotogruppe. Ob nun so oder so: Herausgekommen sind bei den Exkursionen Hunderte von Aufnahmen. 30 sind in Fedderwardersiel zu sehen. Sie zeigen nicht nur grauen Schlick, sondern auch gelbe Sandstrände unter einem strahlend blauen Himmel.
Landschaftsaufnahmen überwiegen, zu sehen sind aber auch einige Fotografien von Tieren, die sich rar machen, wenn sich ihnen Menschen nähern. „Da muss man Geduld haben“, sagte Robert Martin. Und auch ein wenig Glück.
Abgerundet wird die gelungene Ausstellung durch die Präsentation alter Kameras und Fotoapparate, zum Teil aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, die Günter Röpke zusammengetragen hat.
Wo: Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel
Wann: geöffnet dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 17. März
