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Verband prüft den Wohlfühlfaktor


Stollhamm. Wer in einem Heim lebt, hat Erwartungen: Dass man sich wohlfühlt, dass man sich um die Bewohner kümmert, ihnen hilft und ihre Würde achtet. Im Haus Christa in Stollhamm ist der Fall. Die BIVA hat der Einrichtung eine entsprechende Urkunde ausgestellt. Von Klaus-günter Oetting


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Freuen sich über die Auszeichnung des Hauses Christa (von links): Pflegedienstleiterin Sabine Henschel-Juraschek, ihre Stellvertreterin Heike Eichler, Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg, Heimleiter Hans-Jörg Niederfeld, der Geschäftsführer des Bezirksverbands Oldenburg, Frank Diekhoff, Joachim Krohn und Anne Holthaus, beim Bezirksverband zuständig für Qualitätsmanagement. Foto: kgo

BIVA – das steht für Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung – ein Wort-Ungetüm. Dahinter steht aber auch das Ziel, die Lebensqualität für Menschen, die in Heimen leben, zu verbessern.

Die Urkunde mit dem „Grünen Haken“ hat gestern BIVA-Vorstandsmitglied Joachim Krohn an Heimleiter Hans-Jörg Niederfeld überreicht. Die Einrichtung des Bezirksverbands Oldenburg hat zum ersten Mal an der BIVA-Überprüfung teilgenommen.

Vorschläge schon umgesetzt

Die Mitarbeiter des Verbandes haben Anfang August mit der Überprüfung begonnen. „Wir waren ein wenig nervös“, gestand der Heimleiter ein. Doch die Nervosität sei unbegründet gewesen, zumal eine Überprüfung auf Verbraucherfreundlichkeit „ungemein wichtig ist“, sagte Hans-Jörn Niederfeld.

Zwischen den Vorgaben der Kostenträger einerseits sowie den Pflegenotwendigkeiten und Erwartungen der Bewohner stünden Heimleitung und Belegschaft – „oft vor einem Spagat“, weiß Hans-Jörg Niederfeld aus seiner täglichen Arbeit. Die Prüfung durch die BIVA sei fachlich und strukturiert aufgebaut gewesen. Einige Verbesserungsvorschläge habe man bereits umgesetzt.

„Wir verstehen uns nicht als Kontrolleure, sondern wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten“, sagte Joachim Krohn. Er wies darauf hin, dass der „Grüne Haken“ keinen Stillstand zur Folge haben dürfe. Schließlich würden die Einrichtungen jährlich überprüft. Vom Haus Christa hat das BIVA-Vorstandsmitglied einen guten Eindruck. An Rolf Blumenberg gewandt sagte Joachim Krohn: „Der Bürgermeister kann stolz sein, ein solches Heim in seiner Gemeinde zu haben.“

Ist er auch. Rolf Blumenberg wies auf die traditionell guten Verbindungen und Begegnungen zwischen dem Haus Christa und der Dorfgemeinschaft Stollhamm hin. Die Urkunde bezeichnete er als Ausdruck für die „gute Arbeit, die hier geleistet wird“.

Qualität unter Beweis gestellt

Das sieht Frank Diekhoff, seit einem Jahr Geschäftsführer des Bezirksverbandes Oldenburg, genauso: „Entscheidend ist die Qualität“. Und die müsse man Tag für Tag neu unter Beweis stellen. Angesichts der zahlreichen Vorschriften und Prüfungen auch durch andere Institutionen sei das nicht immer ganz einfach. Die Belegschaft des Hauses Christa schaffe es aber, „die Bewohner hervorragend zu betreuen.“


Artikel vom 03.09.10 - 06:00 Uhr
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