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Neue Hoffnung für den Groden

Burhave. Bei der Podiumsdiskussion Ende Januar im Burhaver Rathaussaal war nochmals deutlich geworden, dass viele Fachleute die sogenannte Renaturierungsmaßnahme im Langwarder Groden für ökologisch unwirksam halten. Eine neue Gesprächsrunde zwischen allen Beteiligten soll jetzt noch einmal Bewegung in die Angelegenheit bringen.

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Der Förderverein zur Erhaltung des Langwarder Grodens warnte mit einem Mahnfeuer vor der geplanten Öffnung des Sommerdeichs. Archivfoto kgo

Während der Podiumsdiskussion hatte auch Björn Thümler, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, Zweifel an der Sinnhaftigkeit der vollständigen Schleifung des Vordeiches geäußert. Daraufhin hatte sich Bürgermeister Rolf Blumenberg noch einmal an Thümler gewandt und erneut seinen Vorschlag vorgebracht, schnellstens eine neue Gesprächsrunde zwischen dem Land Niedersachsen, dem Jade-Weser-Port, den Deichbänden, den Umweltverbänden und dem Förderkreis Langwarder Groden ins Leben zu rufen. Ziel müsse sein, eine Lösung zu erzielen, die auch von den hinter den Deichen lebenden Menschen getragen werden kann. Laut Bürgermeister habe ihm Björn Thümler nach Rücksprache mit dem Niedersächsischen Umweltminister Stefan Birkner inzwischen mitgeteilt, dass der CDU-Landtagsabgeordnete kurzfristig eine solche Diskussion organisieren und auch leiten wird.

Rolf Blumenberg begrüßt diese Entwicklung und appelliert an alle Beteiligten, mit der nötigen Kompromissbereitschaft in die Gespräche zu gehen. Blumenberg: „Wir brauchen eine Lösung, die nicht vorrangig den Planfeststellungsbeschlüssen Genüge tut.“ Vielmehr müsse es darum gehen, ein ökologisch sinnvolles, ein finanziell vertretbares und vom gesunden Menschenverstand her akzeptables Ergebnis zu erzielen.

In dem Zusammenhang begrüßt es Blumenberg, dass aktuell Gespräche zwischen dem II. Oldenburgischen Deichband und dem Förderkreis Langwarder Groden stattfinden. Ohnehin lobt er den Förderkreis für dessen Bemühungen, in Jahreshauptversammlungen und bei anderen Vereinsaktivitäten den Menschen in Butjadingen die Zusammenhänge um den Langwarder Groden deutlich zu machen. Jüngstes Beispiel sei die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Tossens gewesen, bei der Vorsitzender Dieter Brockhoff ein Kurzreferat zu diesem Thema hielt.

Dieses steht auch bei den Grünen in der Wesermarsch auf der Tagesordnung. Der Umweltausschussvorsitzende des Niedersächsischen Landtags und Fraktionsvorsitzende der Grünen, Stefan Wenzel, will sich am Donnerstag, 16. Februar, gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Ina Korter, mit dem Butjadinger Grünen-Fraktionschef Jürgen Sprickerhof und mit Sprecher Elmar Hüttenmeister den Langwarder Groden ansehen und sich vor Ort von der Bürgerinitiative und den örtlichen Umweltverbänden über Sinn oder Unsinn der geplanten Maßnahme informieren lassen. Der Förderkreis hatte in Hannover vor kurzem zahlreiche Unterschriften übergeben. (hes)


Artikel vom 07.02.12 - 12:00 Uhr
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