
Rund 24 Millionen Euro sind auf der rund 75 Hektar großen Fläche zwischen Burhave und Langwarden investiert worden. Klare Sache, dass an diesem großen Bauvorhaben eine Menge Menschen von Firmen und Behörden sowie Landeigentümer beteiligt waren. Friedrich Preißler-Jebe, Geschäftsführer der FPJ-Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft, dankte allen – insbesondere der Gemeinde Butjadingen mit den beiden Bauverwaltern Meinert Cornelius (inzwischen im Ruhestand) und seinem Nachfolger Axel Linneweber. Immerhin musste die Gemeinde für das Vorhaben den Bebauungsplan ändern.
Im Oktober 2008 haben die Gesellschafter beschlossen, die veralteten Anlagen zu repowern. Ziel sei es gewesen, die Fläche effizient auszunutzen und die Leistung zu erhöhen. Das sei auch möglich gewesen, weil die Landeigentümer Einschränkungen in der Bewirtschaftung der Flächen hingenommen hätten.
Als die Bädergemeinde sich vor 20 Jahren mit dem Thema Wind befassen musste, sei das Neuland auch für den Gemeinderat gewesen. Der damalige Rat sei gegen eine Verspargelung der Landschaft gewesen, habe sich für Windparks ausgesprochen „und damit in der Wesermarsch eine Vorreiterrolle übernommen“, sagte Rolf Blumenberg.
Inzwischen würden die großen Windräder akzeptiert, „sie gehören zur Landschaftsbild dazu“, so der Bürgermeister. Und auch jetzt, als es ans Repowering ging, sei Butjadingen wieder Vorreiter gewesen. Die Erzeugung regenerativer Energie wie in Schütting habe an Bedeutung gewonnen. Und davon, so Rolf Blumenberg, „profitiert auch die Gemeinde“ – in Form von Gewerbesteuer.
Claudia Cornelius ist Gesellschafterin der Butjadinger Windkraft. Die meisten seien Windpark-Pioniere und schon beim ersten Park dabei gewesen, „beseelt von der Idee, aus Wind Strom zu produzieren“. Freya Rüscher erinnert sich an die vier Jahre Planungs- und Bauzeit: „Wir haben diskutiert und gestritten.“ Seit der Übergabe der Anlage in 85 Metern Höhe „habe ich Respekt vor den Arbeitern, die die Anlagen aufgestellt haben“.
Ingenieur Frank Lassen kennt sich aus mit Wind, ist mit 60 Metern Anlagenhöhe angefangen: „Damals habe ich gedacht, höher geht nicht“. Jetzt sind die Räder mehr als doppelt so hoch. Woraus er schließt: „Windkraft bleibt spannend“. Die Arbeit in Butjadingen habe ihm Spaß gemacht: „Ich habe selten eine so schöne Baustelle erlebt wie in Schütting“. Das findet die Projektleiterin des Windrad-Herstellers Enercon, Linda Klingbeil, auch: Wir haben alles richtig gemacht“.

