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Küche raus – Laden rein


Fedderwardersiel. Das Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel ist eine von fünf Einrichtungen, die im Forschungsverbund „Neue Heimatmuseen“ zusammengeschlossen sind. Unter Federführung des Seminars für Materielle Kultur der Universität Oldenburg werden die fünf beteiligten Museen analysiert. Von klaus -günter oetting


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Friederike Ehn im Magazin des Museums : Auf dem Dachboden des ehemaligen Pferdestalls lagern noch alte Schätze, die demnächst nach und nach der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen. Das gesamte Material ist in zahlreichen Ordnern inventarisiert worden. Foto kgo

Daran beteiligt ist übrigens auch Gabriele Speckels, die bis Ende 2010 Museumsleiterin in Fedderwardersiel war. Die Mitarbeiter der Studiengruppe waren bereits im Haus, haben Interviews geführt, sich über die Konzeption des Hauses informiert, die Ausstellungen in Augenschein genommen und alles gesichtet.

Ziel des auf drei Jahre ausgerichteten Projekts ist es, die beteiligten Häuser – auch das Handwerkermuseum Ovelgönne zählt dazu – zu analysieren und mit Verbesserungsvorschlägen zur Qualitätssicherung beizutragen.

Im Museum selbst sind die Weichen für eine neue Ausstellung gestellt worden. Die alte Butjenter Küche im Obergeschoss ist ausgelagert worden. Hier sollen Teile des ehemaligen Bahlmann-Ladens in Langwarden ausgestellt werden.

Um jedoch Zugriff auf Theke, Regale und weiteres Inventar aus dem alten Kaufmannsladen zu haben, muss der Förderkreis Museum Butjadingen einen Antrag stellen – das Inventar unterliegt nämlich dem Denkmalschutz. „Das kann noch ein bisschen dauern“, sagte die neue Hausleiterin Friederike Ehn, zumal die vom Holzwurm befallenen Möbel noch behandelt werden müssen.

Die Zeit will man nutzen, um wertvolle Stücke, die zurzeit im Magazin im Obergeschoss des ehemaligen Pferdestalls lagern, auszustellen. „Da sind Schätze dabei, die wir der Öffentlichkeit gern präsentieren würden“, sagte Friederike Ehn.

Zwar haben die Museums-Mitarbeiter Manfred Söllner, Heiko Suhr und Günter Spandick das gesamte Material dokumentiert und inventarisiert, doch bei manchem alten Stück sind Alter oder Herkunft nicht genau bekannt. Friederike Ehn hofft, dass die Butjadinger Bürger, wenn die entsprechenden Stücke ab Frühsommer präsentiert werden, weiterhelfen können.

Treffen mit Gästeführern

Die Museumsleiterin wird die Zeit dazu nutzen, das Haus zu sondieren, um zu schauen, welche Ausstellung modernisiert werden könnte. Inhaltlich sei alles bestens: „Die Themenbereiche Natur und Kultur lassen sich hier wunderbar kombinieren.“ Allerdings soll der Fokus mehr auf den Nationalpark gerichtet sein. In großer Runde will sich Friederike Ehn im März mit den Gästeführern treffen, um das Sommerprogramm zu besprechen: „Da brauche ich das Wissen der Menschen, die sich hier auskennen.“


Artikel vom 10.02.12 - 12:00 Uhr
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