X Diesen Artikel versenden


Absender-E-Mail*
Empfänger-E-Mail*
Nachricht*

szmtag

Brandstifter schlägt mehrmals zu


Burhave. Drei Brände innerhalb von 14 Stunden – und das in und am selben Haus in der Weserstraße in Burhave. Das kann kein Zufall sein. Genau das glaubt auch die Polizei, die die ungewöhnliche Serie untersucht und zumindest in zwei Fällen von Brandstiftung ausgeht. Von Klaus-Günter Oetting


bild vergrößern
Vom Wintergarten eines Hauses in der Weserstraße in Burhave sind nur noch Trümmer übrig geblieben. Das Feuer war der dritte Brand innerhalb von 14 Stunden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Foto: kgo

Noch halten sich die Beamten bedeckt. Auch deshalb, weil die Ermittlungen am Ort des Geschehens noch nicht abgeschlossen sind. Ein Zusammenhang der Brände in Burhave mit einem Feuer, das am späten Freitag in der Stollhammer Wisch ausgebrochen war (die Kreiszeitung Wesermarsch berichtete), könne nicht zwingend hergestellt werden.

Bereits am Sonnabend brannte es auf dem Grundstück an der Weserstraße: Ein an einem Holzschuppen aufgeschichteter Komposthausen hatte Feuer gefangen, konnte aber beide Male von den Anwohnern gelöscht werden..

Der Sonntag begann für die Burhaver Wehr mit einer Fahrt nach Ohne in der Grafschaft Bentheim, wo sie am Bezirksentscheid an den Start ging. So war die Ortswehr nicht komplett einsatzfähig, als sie um 7.30 Uhr alarmiert wurde.

Windfang fängt Feuer

Der gemeldete Flächenbrand entpuppte sich als eine weiteres Feuer im Komposthaufen. Die Brandschützer, auch die aus Eckwarden, Tossens und Stollhamm sind alarmiert worden, hatten das Feuer erstickt, bevor es auf den Schuppen übergreifen konnte. Ob erneut der noch unbekannte Brandstifter mit möglicherweise guten Ortskenntnissen zugeschlagen hat, oder ob der Komposthaufen sich nach dem Brand am Vortag selbst entzündete, ist unklar.

Eindeutig von Brandstiftung geht die Polizei bei einem Feuer aus, das um 14.30 Uhr gemeldet wurde. Die Holzlamellen eines der Eingangstür vorgelagerten Windfangs waren in Brand geraten. Wieder waren alle vier Wehren im Einsatz, die das Feuer schnell unter Kontrolle hatten. Zu diesem Zeitpunkt ahnten sie nicht, dass sie zu später Stunde noch einmal ausrücken würden.

Um 21.30 Uhr wurde es ernst: Diesmal stand der Wintergarten des Hauses lichterloh in Flammen und brannte völlig ab. Ein Übergreifen auf das Dach wurde verhindert. Nicht verhindern konnten die Brandschützer, dass die beiden Wohnungen Haus völlig verqualmt waren.

Ermittlungen laufen noch

Das Haus gehört einer Familie aus Hannover, die das Erdgeschoss nur gelegentlich nutzt, wenn sie sich in Butjadingen aufhält. Das Obergeschoss ist vermietet. Die Mieterin, die die Brände rechtzeitig entdeckte, musste die Wohnung verlassen und kam bei Verwandten unter.

Ein Handwerker versperrte den Durchgang zwischen Haus und Wintergarten mit einer Holzplatte. Auf Bitte der Polizei beließ die Feuerwehr einen Schweinwerfer vor Ort, der das Haus während der Nacht anstrahlte – eine Vorsichtsmaßnahme.

Insgesamt waren bei allen drei Einsätzen am Sonntag 110 Brandschützer auf den Beinen. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Auch die Ermittlungen über die Brandursache sind noch nicht abgeschlossen.

Weil sich ein Brand am helllichten Tag ereignete, hofft die Polizei, dass Nachbarn oder Passanten etwas aufgefallen ist, das zur Ergreifung des Brandstifters beiträgt. Hinweise nehmen die Dienststellen Burhave ( 0 47 33/3 32) und Nordenham ( 0 47 31/9 98 10) entgegen.

Artikel vom 07.09.10 - 06:00 Uhr
| drucken | versenden


Anzeige
ButjadingenNordenhamStadlandBrakeElsfleth

ePaper

Lesen Sie hier die aktuelle Seite 1

Zeitung

Abo Service
Abonnement
Änderungen

ePaper

Login
Abonnement
Anzeige

Prämienshop

Werben Sie einen neuen Abonnenten und Sie bekommen eine attraktive Prämie.

zum Prämienshop

Moneyspecial