600 Kilo Müll am Deichsaum zusammengetragen
Tossens. Das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden haben jetzt die Schülerinnen und Schüler 10 b2 mit Klassenlehrer Edgar Egert. Wie im Vorjahr beschlossen sie, den Deichabschnitt von Eckwarderhörne bis Tossens zu reinigen.

600 Kilogramm Müll, darunter große Kunststoffteile , sammelten die Pennäler der Klasse 10 b2 zwischen Tossens und Eckwarderhörne.
Damit würden sie der Umwelt und Natur Gutes tun und gleichzeitig ein wenig Geld verdienen, mit dem der II. Oldenburgische Deichband solche Aktionen honoriert.
Ganz besonders auffällig war in diesem Jahr die große Menge an angespültem Restmüll wie Schaumstoff, Styropor und Pappe beziehungsweise Papier. Wie bei Organisatoren vieler anderer Sammelaktionen vermuten auch die Schüler, dass der größte Teil dieses Mülls von der Baustelle des Jade-Weser-Ports stammt.
Viele verendete Vögel
Betroffen registrierten die Schüler ferner, dass viele verendete Seevögel am Deich lagen. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Tiere Opfer der Verschmutzung geworden waren. Wenn Vögel irrtümlich Kunststoff oder Styropor zu sich nehmen, verspüren sie ein Sättigungsgefühl, ohne entsprechende Nahrung aufgenommen zu haben. Ab einer gewissen Menge dieser Stoffe im Vogelmagen verhungern die Tiere.
Die Klasse 10 b2 trug in Müllsäcken insgesamt 600 Kilogramm Abfall zusammen, der auf Geheiß des II. Oldenburgischen Deichbandes ordnungsgemäß entsorgt wurde.
Die jungen Umweltaktivisten freuten sich, dass sie von Eltern gut verpflegt wurden und dass die Deichschäferei Wester (Eckwarden) ihnen eine Spende zukommen ließ. (klt)