
Ursel Koop hat von Freunden ausrangierte Seekarten erhalten. Sie alle enthalten die typischen Angaben, die für Seeleute zum Navigieren so wichtig waren. „Ich habe zunächst einmal versucht, die Karten durch Umgebungsfarben zu interpretieren“, erklärt Ursel Koop, die vorwiegend in Acryl malt. Titel zu den Bildern hat sie absichtlich weggelassen, um den Betrachtern Raum für eigene Gedanken zu lassen. Ursel Koop engagiert sich seit Jahren als museumspädagogische Mitarbeiterin im Museum und vermittelt Kunst und Kultur, vor allem an Kinder und Jugendliche.
Die Ausstellung zeige Impressionen aus der Region, deren Vielfalt es zu entdecken gelte: „Watt, Land, Fluss“ sei der Rahmen für die Geschichten, die Ursel Koop mit ihren Bildern erzähle. Dass technische Arbeitsmittel wie die Seekarten und das künstlerische Bild durchaus verbunden werden können, werde in der Ausstellung ausdrucksvoll gezeigt. „Die Kunst ging schon früh mit der Kartographie einher“, erklärte Christine Keitsch: „Denn viele Seekarten waren schon früher mit kleinen künstlerischen Werken verziert. Damals wie heute ist es also ein gelungenes Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft.“
In die Ausstellung integriert sind auch die Bilder der 14 jungen Künstler, die an einem Ferienworkshop in der Kunstschule im Packhaus teilgenommen haben. „Die Seekarten haben auch den Kindern die Möglichkeit gegeben, sich schöpferisch zu betätigen und sich mit den Besonderheiten der Region zu beschäftigten“, sagte Barbara Müller, Leiterin der Kunstschule im Packhaus.
Ursel Koop habe sich bereits als Kind handwerklich betätigt. Sticken, häkeln, stricken, nähen habe sie sich schnell angeeignet. Später arbeitete sie als Kunstlehrerin und absolvierte an der Kunstakademie in Trier ein Grundstudium und mehrere Semester. „Ihre Bilder beschreibt sie selbst als etwas zwischen Realismus und Abstraktem.“
Wo: Schiffahrtsmuseum Unterweser, Breite Straße 9
Wann: bis 25. Februar dienstags bis sonnabends 11 bis 17 Uhr, sonntags 10 bis 17 Uhr
