Es war ein sehr sinnliches Konzert mit Liedern, die die Seele streichelten und die Besucher sanft in die Welt der Liebe in all ihren Varianten entführte. „Der Raum hier lädt zum Kuscheln ein“, meinte Sängerin Schné angesichts der plüschigen Atmosphäre des Kinos.
Schné, das ist Henrike Krügener. Die geborene Hamburgerin und Wahlbremerin ist bekannt als Schauspielerin und Synchronsprecherin. Sie spielt mit ihrem Publikum: Sie ist mal das kleine Mädchen, mal die verführerische Frau, teilweise verträumt und dann wieder herausfordernd. Sie singt ihre Lieder, die sich allesamt um das Thema Liebe ranken, in Deutsch und Französisch.
Schné singt ein Lied von einem Dorf, in dem nicht über die Liebe gesprochen wird, und über gutes Salz, da das Leben nach jeder Form von Salz schmeckt. Und von einer Liebe zwischen Mond und Astronaut, die vielleicht gar keine war. Mal melancholisch, mal mitreißend sind die Lieder. Wie „Pirate Boy“, in der sich ein Mädchen als Junge verkleidet an Bord eines Piratenschiffs schleicht, um später dann den Kapitän zu verführen.
Neben eigenen Liedern gehören auch Vertonungen von Lyrik bekannter Dichter zum Repertoire. Mit ihrer sanften Stimme haucht sie den Klassikern Leben ein. Dazu gehörten unter anderem Erich Kästners „Sachliche Romanze“, Rose Ausländers „Schweigen II – Ich war ein Vogel“ und Bertolt Brechts Lied vom kleinen Wind. Bei dem Lied „In the Kasbah of Marrakesh“ erhält die Sängerin Unterstützung von David Jehn am Kontrabass, der stimmlich gut mit Schné harmoniert. Auch Bandkollegin Mariska Nijhof, die mit ihrem Akkordeon musikalische Akzente setzt, steuert eine lyrische Vertonung bei.
Den perfekten Rahmen rund um die Sängerin liefern die Musiker von Mellow Mellange: Ingo Höricht an der Violine, Viola und Gitarre, David Jehn am Kontrabass und Mandoline sowie Michael Berger am Keyboard.
