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Mehr Geld für Brake-Verein


Brake. Der Verein Brake Tourismus & Marketing bekommt mehr Geld. Der städtische Wirtschafts- und Tourismus-Ausschuss empfahl einstimmig, dem Verein zu dem jährlichen Zuschuss von 66 000 Euro zusätzlich 10 400 Euro zu gewähren. Damit kann der Verein eine weitere touristische Fachkraft einstellen. Von Gabriele Gohritz


Da dieser zusätzliche Betrag von der Politik schon im Vorfeld der Beratungen unterstützt worden war, hatte Kämmerer Torsten Tschigor ihn schon mal eingeplant. Er wollte dafür aber den Betrag von 6000 Euro, die der Verein noch für touristische Sondermaßnahmen bekommt, auf die Hälfte reduzieren wissen.

Da spielte die Politik nicht mit. „Ich stelle mich auf die Seite de Vereins“, sagte Barbara Schinski-Busch: „Mit Aktionen wollen wir doch Leute in die Stadt locken.“ Arno De Wyl (FDP) schlug vor, die volle Betragshöhe zu gewähren und den Haushaltansatz für Gutachten um 3000 Euro auf 17 000 Euro zu kürzen: „Denn der Brake-Verein bekommt eher mehr als weniger zu tun.“ Das sah auch WGB-Vertreter Rainer Klopp so. Ausschuss-Vorsitzender Simon Zeimke (CDU) fasste die einstimmige Beschluss-Empfehlung zusammen: „Weniger Geld für Gutachten, mehr Geld für den Tourismus.“

Mit dem zusätzlichen Zuschuss von 10 400 Euro zu den Personalkosten kann der Brake-Verein die Übernahme einer Umschülerin als Fachkraft für den Tourismus decken. Denn mit derzeit vier Kräften ist der Verein knapp besetzt. Mit der Einstellung der Fachkraft kann der Verein mehr leisten. „Wir können dann auch wieder längerfristige Aufgaben erledigen als nur unser Alltagsgeschäft“, hatte Tina Tönjes, Geschäftsleiterin von Brake Tourismus & Marketing, wissen lassen.

Das war auch der Posten, der dem Verein am meisten am Herzen lag. Der hätte eigentlich noch mehr vor in diesem Jahr – und das meiste hat natürlich mit Geld zu tun. So möchte der Verein verstärkt auf Messen gehen, einen Auszubildenden einstellen, das Veranstaltungsangebot ausweiten und die erneute Zertifizierung anpacken sowie die Lizenz für die Tourismus-I-Marke erwerben. Vorgesehen ist auch, beim Angebot von E-Bikes mitzumachen.

Tina Tönjes hatte dem Fachausschuss zuvor „eine kleine Einsicht“ in die Arbeit des Vereins, dessen Standbeine der Tourismus und das Stadtmarketing sind, gegeben. Beides sei verzahnt: „Wenn die Stadt eine gute Struktur hat, ist sie für Touristen interessant. Die bringen Geld, das dann in eine gute Struktur gesteckt werden kann. Tourismus bringt Rendite.“

Überall Zuwächse

Die Geschäftsleiterin stellte die Zahlen für das vergangene Jahr vor. 2410 Übernachtungen wurden an 664 Personen vermittelt, ein Plus von 74 Prozent (die Kreiszeitung berichtete). 116 Gruppen mit mehr als 3070 Personen (plus 13 Prozent) nahmen an den Führungen durch Stadt und Hafen sowie an den Radtouren teil. „Wir haben überall steigende Zahlen“, verkündete Tina Tönjes nicht ohne Stolz.

Artikel vom 22.02.12 - 12:00 Uhr
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