Dessen Stellvertreter in der CDU-Fraktion, Hans-Dieter Beck (Foto rechts), bestätigte Stellmanns Rückzug gestern gegenüber der Kreiszeitung. Die nunmehr gescheiterte Bewerbung Stellmanns habe dessen Position als Vorsitzender der CDU-Fraktion aber nicht geschwächt. „Ganz im Gegenteil. Die Solidarität der Fraktion ist außerordentlich groß und war noch nie so stark wie gerade jetzt“, sagte Hans-Dieter Beck. Zugleich schob Beck eine vage politische Drohung nach: „Dass das, was da abgelaufen ist, nicht ohne Konsequenzen bleiben darf, das ist doch wohl klar.“ Und: „Wir werden uns zu gegebener Zeit dazu äußern.“ Die anstehende Neuausschreibung der Stelle bedachte Beck mit einem Anflug von Sarkasmus: „Wir sollten da reinschreiben, dass Bewerber damit rechnen müssen, dass ihre Bewerbung öffentlich bekannt wird.“
So wird es bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung des Gremiums am 1. März dauern, bis Anträge der WGB-Fraktion und auch der SPD/Grünen-Gruppe diskutiert werden. Die drei Parteien fordern eine neue Ausschreibung der Stelle. Der Antrag von SPD und Grünen sieht darüber hinaus vor, den Text der Ausschreibungsanzeige zu verändern. „Es sollte drinstehen, dass der Bewerber eine mehrjährige Führungserfahrung haben sollte“, sagte SPD-Fraktionschef Hans-Werner Bergner. Zudem will die rot-grüne Gruppe beantragen, dass aus der Stellenausschreibung hervorgeht, dass der Stadtrat an der Auswahl der Bewerber beteiligt ist.
Bereits am Mittwoch hatte der Bürgermeister erläutert, dass bei Neuausschreibung die Fachbereichsleiterstelle wohl frühestens zum Juli zu besetzen wäre. „Bis dahin wäre die Leistungsfähigkeit des Dezernats I stark eingeschränkt“, so Roland Schiefke.
CDU-Fraktionschef will doch nicht Fachbereichsleiter werden – Beck betont Solidarität mit Vorsitzendem
