Die Stadtratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen fordert einen öffentlich zugänglichen Arbeitskreis zur Innenstadtentwicklung, in dem alle bekannten und neuen Ideen auf den Tisch kommen und Umsetzbarkeit geprüft werden sollen. Die Federführung des Arbeitskreises sollen der Verein Brake Tourismus & Marketing und die Stadt haben. Die Partei Die Linke im Stadtrat argumentiert ähnlich. Ein Befahren der Fußgängerzone sei aber nur bedingt zu erlauben.
Im sozialen Netzwerk Facebook war in der „Ideenschmiede Innenstadt“ als ein Vorschlag zur Belebung die Öffnung der Fußgängerzone genannt worden. Die Braker Geschäftsfrau Christina-Johanne Schröder sammelte Unterschriften dafür. Die Braker CDU unterstützt eine Öffnung für Radler und Autos (die Kreiszeitung berichtete).
Die Partei Die Linke hat sich während einer Ortsgruppenversammlung gegen den Antrag ausgesprochen. Sie regt an, das Befahren der Fußgängerzone nur eingeschränkt zu erlauben – für Behördendienstfahrzeuge, Stadtbusse und Taxis sowie für Menschen mit Gehbehinderung.
Die Stadtverwaltung soll sich an der öffentlichen Diskussion beteiligen, alle Ideen und Vorschläge prüfen und Beschlussvorlagen im Interesse der Bürger und der Geschäftsleute in der Innenstadt erarbeiten.
Der Arbeitskreis ist Teil der Anregungen, die Grüne und SPD, die im Stadtrat eine gemeinsame Gruppe bilden, in ihrer Vereinbarung für die Bereiche Steigerung der Attraktivität der Innenstadt und Tourismus zusammengefasst haben. Darin heißt es, dass die Belebung der Innenstadt oberste Priorität haben müsse. Die Ansiedlung von Fachmärkten oder Fachgeschäften, die Unterstützung von Existenzgründern und der Ausbau des maritimen Charakters sind einige der zentralen Punkte, die Grüne und SPD nennen. (gg)
Grüne fordern öffentlichen Arbeitskreis – Linke: Verkehr in Fußgängerzone eingeschränkt erlauben
