
Inzwischen ist das amtlich: Stefan Woltering hat einen neuen Vertrag bekommen, der ihn als alleinigen Chef in der Hafengesellschaft ausweist, bestätigt das Ressort für Wirtschaft und Häfen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren, über die Höhe des Gehalts wird nichts gesagt. Öffentlich wird das aber ohnehin.
Wenn die Hafengesellschaft ihren Geschäftsbericht vorlegen muss, tauchen auch die Vergütungen des Chefs auf. In der Vergangenheit lagen Jürgen Holtermanns jährliche Bezüge bei rund 200 000 Euro, die von Stefan Woltering bei 150 000 Euro. Hafen-Insider rechnen damit, dass Woltering nun mit einem Betrag entlohnt wird, der dazwischen liegt.
Dass Bremenports künftig mit nur einem Chef auskommen muss, überrascht nicht, wenn man bedenkt, dass die privatrechtlich organisierten Gesellschaften bei den Regierungsparteien von SPD und Grünen nicht besonders gelitten sind. Die Koalition ist bemüht, das Geflecht der Gesellschaften auszudünnen, Bereiche wieder zusammenzulegen.
Mit dem neuen Vertrag für Woltering sind auch alle Spekulationen über eine Neubesetzung von Holtermanns Posten hinfällig. Der Stuhl war sogar als Betätigungsfeld für Jörg Schulz (SPD) nach seiner Zeit als Oberbürgermeister im Gespräch. Zwar weiß niemand, was der OB künftig machen wird. Inzwischen beschäftigen sich aber die Gerüchte wahlweise mit einem Job in der Wirtschaft oder mit der Mitarbeit in einer renommierten Anwaltskanzlei, die auf Verwaltungsrecht spezialisiert ist.
Das Ressort begründet die Entscheidung für die „einsame Spitze“ bei Bremenports mit der Tatsache, dass Woltering schon seit geraumer Zeit die Gesellschaft allein ohne den erkrankten Holtermann geführt hat. „Woltering hat gute Arbeit geleistet“, sagt Ressortsprecher Michael Poppinga. Dabei habe sich auch gezeigt, dass ein Geschäftsführer ausreichend sei.
