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SWB fürchtet den Abbau von Stellen


Bremerhaven. Den Energieversorger SWB wird es künftig nicht mehr als eigenständigen Betrieb geben. Die Eigentümerin, die Oldenburger EWE, will die Konzernverwaltung umkrempeln, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Selbstständigkeit der SWB passt da nicht mehr ins Konzept. Die Marke bleibt, aber die Jobs verschwinden? Das befürchten jetzt die SWB-Betriebsräte in Bremerhaven und Bremen. Von Klaus Mündelein


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Die Marke SWB wird es auch künftig geben. Aber die Konzernmutter EWE will der SWB die Selbstständigkeit nehmen. Foto ls

Die EWE, die offenbar für 2011 ein negatives Jahresergebnis erwartet, will mit der Reform Doppelstrukturen abbauen und effizienter werden. Schon jetzt sind Einspareffekte von 30 Millionen Euro im Visier. Um schlagkräftiger zu werden, soll es künftig nur noch eine Holding geben, die den gesamten Konzern steuert. Zwischenholdings wie SWB „sollen wegfallen“, wie es in einem Papier der Konzernspitze an die Führungskräfte heißt. Die Marke SWB, die in Bremerhaven und Bremen etabliert ist, wird es weiterhin geben.

„Unser Ziel ist es, die neue Struktur im Sommer 2013 erreicht zu haben“, sagt EWE-Konzernsprecher Daniel Waschow. Dass das Ganze nicht ohne Verluste von Arbeitsplätzen ablaufen wird, wird in den internen Papieren eingeräumt. „Stellenabbau ist notwendig, aber ein genauer Umfang steht noch nicht fest“, heißt es in dem Papier. Betriebsbedingte Kündigungen werden aber ausgeschlossen.

Wie sich das alles auf die 180 Stellen bei der SWB in Bremerhaven auswirken wird, ist unklar. Waschow erwartet geringere Konsequenzen für die Seestadt, weil hier der Verwaltungsapparat weitaus kleiner ist als etwa in der Stadt Bremen. Aber die Sorge, dass SWB die größten Lasten der Umstrukturierung tragen muss, taucht selbst in den EWE-Papieren auf. Dort verspricht man aber, dass man einen „Weg des fairen Lastenausgleichs“ finden wird.

Marke und Kundengeschäft würden unberührt bleiben, betont Waschow. Eine Verschmelzung der Netz- und Vertriebsgesellschaften von EWE und SWB wird nicht anstrebt.

Waschow versichert, dass die Maßnahmen in keinem Zusammenhang stehen mit der Neuausschreibung der Netze durch Magistrat und Senat. Allerdings dürfte es nicht auf besondere Gegenliebe gestoßen sein, dass man möglicherweise das lukrative Netzgeschäft verlieren könnte.

Magistrat und Senat haben die Netze für Strom, Gas, Wasser und Fernwärme neu ausgeschrieben. Und sie planen, künftig selbst bei dem Geschäft mit den Netzen die Hand im Spiel zu halten. In der Seestadt wurde sogar darüber nachgedacht, neue Stadtwerke aufzubauen.


Artikel vom 28.01.12 - 12:00 Uhr
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