
Die Lloyd Werft äußert sich nicht zur „Luna“ und schon gar nicht über den Auftraggeber. Dass Abramowitsch hinter dem prestigeträchtigen Auftrag stecken soll, wurde bekannt, als er im Sommer 2008 im Helikopter auf der Werft einschwebte und sich über den Baufortschritt der Yacht informierte.
Die „Luna“ wurde bald drei Jahre lang auf der Lloyd Werft gebaut. Eine Halle wurde eigens über das Dock gebaut, eingezäunt wurde es und zum Hochsicherheitstrakt erklärt. Nur mit speziellen Ausweisen kam hinein, wer im Dock zu tun hatte. Die Werft, ihre Zulieferer und alle Arbeiter mussten sogar unterschreiben, zu schweigen und kein Detail über Auftrag oder Auftraggeber preiszugeben. Andernfalls drohten hohe Strafen.
Russische Zeitungen berichten, dass Mini-U-Boote zum Schiff gehören sollen und die Salons mit Gold und Marmor ausgestattet seien. Ob’s stimmt?
An Deck ist auf jeden Fall Platz für zwei Hubschrauber, und statt eines Schnellbootes, das mal auf dem Achterdeck stehen sollte, ließ der Milliardär ein Sonnendeck mit großem Schwimmbad und „Beachclub“ bauen.
Die „Luna“ ist die erste Privatyacht, die die Lloyd Werft in ihrer mehr als 150-jährigen Geschichte gebaut hat, und gilt als die größte Expeditionsyacht der Welt. Auch Privatyachten gibt es weltweit keine 20 größeren als die „Luna“. Die größte – die 165 Meter lange „Eclipse“ – wird bei Blohm + Voss in Hamburg gebaut und soll ebenfalls in den nächsten Wochen abgeliefert werden. Auftraggeber ebenfalls: Roman Abramowitsch.
Beide Schiffe, so wird spekuliert, könnten zur Fußball-Weltmeisterschaft für den Milliardär vor der südafrikanischen Küste liegen.
