
Eine Bierdose hat Förderwerk-Mitarbeiter Andreas Neumann ebenfalls dem Dornröschenschlaf auf Waldesboden entrissen. „Die Sorte gibt es schon seit Jahren nicht mehr“, sagt er kopfschüttelnd angesichts der betagten Dose. Ein recht gut erhaltener Satz Winterreifen fand sich ebenfalls unterm Laub. „Da könnte mancher noch mit fahren“, sagte Kollege Thomas Sassen.
Viel zu tun hatten die Auszubildenden der Kreishandwerkerschaft, die hinter dem Schulzentrum Carl von Ossietzky zu Werke gingen. „Ich verstehe nicht, dass die Leute ihren Müll überall hinschmeißen“, sagt der 22-jährige Aaron Struck. Es gebe doch überall Mülleimer. „Ich möchte die Stadt sauber haben“, nennt er den Grund für sein Engagement. Kira Stiemke wollte ein Zeichen setzen: „Jeder kann etwas für seine Stadt tun.“
Dieses Engagement und Wir-Gefühl ist im Sinne von Baudezernent Volker Holm (CDU), der mit der Zahl von 600 Teilnehmern zufrieden war, auch wenn die Veranstalter sich mehr erhofft hatten. „Wenn beim nächsten Mal diese Teilnehmer wieder dabei sind und dann noch welche mitbringen, entwickelt sich das“, ist er überzeugt. So sei es in Bremen, in der ein ähnliches Projekt seit Jahren funktioniere, ebenfalls gewesen. „In den Köpfen der Menschen muss sich etwas bewegen“, wünscht sich Holm. Eine neue Putzaktion hat er für das nächste Jahr anvisiert. „Im Frühling, wenn es nicht mehr friert.“
Die Kampagne des Bau- und Umweltdezernats und der Entsorgungsbetriebe Bremerhaven unterstützten zahlreiche Vereine, Stadtteilkonferenzen, Schulen und weitere Institutionen wie , Ströer Deutsche Städte Medien, Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft und Sparkasse Bremerhaven.
