Leiter der vor fünf Jahren wiedererstandenen Nachrichtengruppe ist Thomas Hillen. Mit ihm bilden derzeit neun weitere Mitglieder die sogenannte FmZt HVB. An der Übung nahmen Mitglieder weiterer Einheiten teil, die im Katastrophenfall für Hilfseinsätze zur Verfügung stehen. Thomas Hillen zeigte sich in der Abschlussbesprechung mit dem Verlauf der rund dreistündigen Übung zufrieden: „Unser Ziel war, in dieser Zeit 60 Nachrichten möglichst fehlerfrei zu übermitteln.“ Übungsinhalte waren unter anderem, Vorrangstufen für besonders wichtige Nachrichten zu beachten sowie komplizierte Begriffe oder Namen fachgerecht zu buchstabieren.
Wie bei Übungen nicht anders zu erwarten: Hier und da sah Thomas Hillen in Details noch Verbesserungsbedarf. Das Übungsziel wurde jedoch in vollem Umfang erreicht. Dafür sprach er der Nachrichtengruppe und den teilnehmenden Einheiten seinen Dank aus. Besonders dankte er auch den aus dem Nachbarkreis Cuxhaven beteiligten Helfern.
Der 14. Februar 2007 gilt als offizielles Gründungsdatum der Nachrichtengruppe, die seitdem von Thomas Hillen als eigene Katastrophenschutzeinheit im Landkreis Wesermarsch geführt wird. „Wir haben oft die Schulbank gedrückt und in dieser Zeit viele Kontakte geknüpft“, zog er ein positives Resümee für die ehrenamtlich tätige Gruppe. Die künftige Einbindung in die neue Großleitstelle sowie der Umstieg auf den Digitalfunk seien die nächsten großen Herausforderungen. Er zeigte sich zuversichtlich: „Jede Einheit wäre froh, so eine geniale Truppe zu haben.“
Der beim Landkreis zuständige Fachbereichsleiter Karl-Heinz Röben überbrachte Glückwünsche zum Jubiläum. „Katastrophen sind nach dem Gesetz ein Notstand. Leben, Gesundheit, Versorgung der Bevölkerung, Umwelt und erhebliche Sachwerte gilt es zu schützen, so das Gesetz.“ Alle hieran Mitwirkenden seien für die Bevölkerung tätig, und leisteten somit Dienst für die Allgemeinheit. Hauptaufgabe der Nachrichtengruppe sei, die Nachrichtenübermittlung für den Katastrophenschutzstab im Landkreis sicherzustellen. Mit Einsatzkräften vor Ort, Fachbehörden und Nachbarkommunen gelte es, effektiv zu kommunizieren. Und dies mache die Gruppe um Thomas Hillen nach seiner Auffassung sehr gut.
Besonderen Dank sprach er dem früheren Kreisfunkmeister Manfred Schwenteck aus: „Er hat den Grundstock für ein funktionierendes Funkwesen in der Wesermarsch geschaffen.“ Er sei auch nach Ende der Dienstzeit dieser Aufgabe treu geblieben und helfe weiterhin in der FmZt mit, dafür sei der Kreis ihm dankbar.
Kreisbrandmeister Heiko Basshusen dankte der FmZt und den mitwirkenden Einheiten ebenfalls für den erfolgreichen Übungsverlauf: „Kommunikation ist das halbe Leben“. Er dankte dem Landkreis dafür, dass er dem Katastrophenschutz wieder den notwendigen Stellenwert einräume, was auch durch das besondere Engagement von Röben erreicht worden sei. „Katastrophen können wir nicht verhindern, aber wir können sie abarbeiten.“
Auch er lobte das Engagement von Manfred Schwenteck unter dessen maßgeblicher Beteiligung der Gleichwellenfunk in der Wesermarsch eingeführt wurde. „Darum beneiden uns heute noch viele Nachbarkommunen.“
Die Nachrichtengruppe möchte sich gern verstärken: Mit einem Flyer informiert der Landkreis über ihre Aufgaben und Möglichkeiten der Mitwirkung.

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