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Turm bleibt – Farbe wechselt


Eckwarderhörne. Die Chancen, dass das Leuchtfeuer in Eckwarderhörne erhalten bleibt, sind sehr gut. Bei einem Treffen am Mittwoch in Brake machten die Vertreter verschiedener Behörden deutlich, dass das 50 Jahre alte Seezeichen ein schützenswertes Bauwerk ist. Offen ist allerdings noch die Frage der Trägerschaft. Von klaus-günter oetting


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Das Leuchtfeuer am Preußeneck wird bleiben. Verändern wird sich allerdings die Farbe. Foto: hes

Und die Farbe: Von der signalroten Farbe wird sich die Bürgerinitiative Leuchtfeuer (Foto) wahrscheinlich verabschieden müssen, damit die Schifffahrt auf dem Jadebusen nicht irritiert wird. Ob der Turm nun gelb oder königsblau angestrichen wird, sei zweitrangig, meinte Wilhelm Haas. Wichtig sei, dass der Turm stehen bleiben kann. „Dafür haben wir jetzt den Grundstein gelegt“, sagte der Vorsitzende der Bürgerinitiative. Was die Farbe anbelangt, kann sich Wilhelm Haas auch einen dunkelroten Turm vorstellen.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler hatte das Gespräch initiiert, an dem Vertreter der Kreisverwaltung, der Bürgerinitiative, der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nordwest, der Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft (JWP), des II. Oldenburgischen Deichbandes sowie der Wasser- und Bodenverbände teilnahmen. Auch Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg und der CDU-Kreistagsabgeordnete Ernst Tannen, der gleichzeitig der Bürgerinitiative angehört, waren dabei.

Stiftung als Träger?

Die entscheidende Frage sei die künftige Trägerschaft, teilte Björn Thümler mit. Dafür kommen lediglich die als Verein eingetragene Initiative oder eine aus dem Verein heraus zu gründende Stiftung in Frage. WSD und JWP wollen nun die rechtlichen Voraussetzungen für eine Eigentumsübertragung von der Bundesbehörde WSD an den Verein prüfen. Dafür, so der Landtagsabgeordnete, seien zwei Wochen veranschlagt worden.

Offen ist der Zeitplan der Übertragung: Anfang Juni wird das Oberfeuer am Preußeneck außer Dienst gestellt. Seine Funktion übernimmt dann die Richtfeuerlinie Jappensand. Ebenfalls noch nicht abschließend geklärt ist die Frage, wie der erforderliche Farbwechsel finanziert wird. Denkbar sei nach den Worten Björn Thümlers, dass JWP den neuen Anstrich vor der Eigentumsübertragung übernimmt. Zweite Möglichkeit: JWP stellt der Stiftung einen Teil der Summe zur Verfügung, die ursprünglich für den im Planfeststellungsverfahren für den Jade-Weser-Port beschlossenen Rückbau des Leuchtfeuers vorgesehen war.

Weitere Sanierungsmaßnahmen seien vorerst nicht notwendig. Wegen der bevorstehenden Außerdienststellung haben man die Unterhaltung zwar nur eingeschränkt wahrgenommen, zitiert Björn Thümler den WSD-Leiter Klaus Frerichs. Insgesamt sei der Turm aber in gutem Zustand.

„Es war ein mühevoller Weg, aber er hat sich gelohnt“, bewertet Ernst Tannen die nun greifbar nahe Lösung zur Rettung des Leuchtfeuers. Entscheidend sei gewesen, dass der Turm als Denkmal anerkannt worden ist. Die Pläne, im Turm eine Aussichtsplattform zu errichten und das Bauwerk so touristisch zu nutzen, seien noch nicht vom Tisch, sagten Ernst Tannen und Wilhelm Haas übereinstimmend. Das große Problem sei die Finanzierung.

„Einsatz hat sich gelohnt“

Mit Hilfe der Gemeinde Butjadingen muss die Bürgerinitiative nicht unbedingt rechnen. „Es kann nicht Aufgabe der Gemeinde sein, ein Denkmal zu unterhalten“, sagte Bürgermeister Rolf Blumenberg mit Blick auf die ohnehin angespannte finanzielle Situation der Kommune. Dennoch freut er sich, dass sich in dieser Frage eine zufriedenstellende Lösung abzeichnet.

Das sieht Björn Thümler ähnlich. Es sei ja kein gewöhnlicher Vorgang, „dass man in einem rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss herumfummelt“. In diesem Fall und im Fall des Langwarder Grodens habe sich der Einsatz allerdings gelohnt.


Artikel vom 04.05.12 - 12:00 Uhr
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