Und die Farbe: Von der signalroten Farbe wird sich die Bürgerinitiative Leuchtfeuer (Foto) wahrscheinlich verabschieden müssen, damit die Schifffahrt auf dem Jadebusen nicht irritiert wird. Ob der Turm nun gelb oder königsblau angestrichen wird, sei zweitrangig, meinte Wilhelm Haas. Wichtig sei, dass der Turm stehen bleiben kann. „Dafür haben wir jetzt den Grundstein gelegt“, sagte der Vorsitzende der Bürgerinitiative. Was die Farbe anbelangt, kann sich Wilhelm Haas auch einen dunkelroten Turm vorstellen.
Der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler hatte das Gespräch initiiert, an dem Vertreter der Kreisverwaltung, der Bürgerinitiative, der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nordwest, der Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft (JWP), des II. Oldenburgischen Deichbandes sowie der Wasser- und Bodenverbände teilnahmen. Auch Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg und der CDU-Kreistagsabgeordnete Ernst Tannen, der gleichzeitig der Bürgerinitiative angehört, waren dabei.
Offen ist der Zeitplan der Übertragung: Anfang Juni wird das Oberfeuer am Preußeneck außer Dienst gestellt. Seine Funktion übernimmt dann die Richtfeuerlinie Jappensand. Ebenfalls noch nicht abschließend geklärt ist die Frage, wie der erforderliche Farbwechsel finanziert wird. Denkbar sei nach den Worten Björn Thümlers, dass JWP den neuen Anstrich vor der Eigentumsübertragung übernimmt. Zweite Möglichkeit: JWP stellt der Stiftung einen Teil der Summe zur Verfügung, die ursprünglich für den im Planfeststellungsverfahren für den Jade-Weser-Port beschlossenen Rückbau des Leuchtfeuers vorgesehen war.
Weitere Sanierungsmaßnahmen seien vorerst nicht notwendig. Wegen der bevorstehenden Außerdienststellung haben man die Unterhaltung zwar nur eingeschränkt wahrgenommen, zitiert Björn Thümler den WSD-Leiter Klaus Frerichs. Insgesamt sei der Turm aber in gutem Zustand.
„Es war ein mühevoller Weg, aber er hat sich gelohnt“, bewertet Ernst Tannen die nun greifbar nahe Lösung zur Rettung des Leuchtfeuers. Entscheidend sei gewesen, dass der Turm als Denkmal anerkannt worden ist. Die Pläne, im Turm eine Aussichtsplattform zu errichten und das Bauwerk so touristisch zu nutzen, seien noch nicht vom Tisch, sagten Ernst Tannen und Wilhelm Haas übereinstimmend. Das große Problem sei die Finanzierung.
Das sieht Björn Thümler ähnlich. Es sei ja kein gewöhnlicher Vorgang, „dass man in einem rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss herumfummelt“. In diesem Fall und im Fall des Langwarder Grodens habe sich der Einsatz allerdings gelohnt.

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