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Bei minus 10 Grad angekettet


Eckwarden. Aiko ist ein lieber und zutraulicher Hund, führt aber ein armseliges Leben. Seit einem halben Jahr, das hat der Tierschutzverein Wesermarsch herausgefunden, lebt der Border Collie an einer 1,40 Meter langen Kette in einem Zwinger – nahezu ohne Auslauf. Von klaus-günter oetting


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Aiko“ war bisher ständig an einer Kette angebunden und hatte keinen Auslauf. Nun müssen die Eigentümer mit einem Bußgeldverfahren wegen des Verstoßes gegen die Hundehaltungsverordnung rechnen. Foto pr

Nachbarn der Hundehalter haben jetzt Martha Heppel informiert. Die stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins lebt selbst in Eckwarden. Sie hat festgestellt, dass die Hundehalter vor einigen Woche zur Kur gefahren sind. Nachbarn seien gebeten worden, Aiko täglich das Futter und frisches Wasser in den Zwinger zu stellen.

Kein Schutz vor Kälte

Sein Geschäft musste der Hund meistens im Zwinger verrichten. Die Ködel liegen überall herum. Der bemitleidenswerte Anblick ist den Anwohnern so nahe gegangen, dass sie Martha Heppel um eine Hundeleine gebeten haben. Die Nachbarn gingen mit Aiko Gassi und sorgten dafür, dass der etwa zehn Jahre alte Rüde ein wenig Auslauf hatte.

Die Frostperiode in den letzten Wochen hat der Rüde Tag und Nacht im Freien verbracht. Lediglich in einer kleinen am Zwinger angrenzenden Hütte fand Aiko Unterschlupf, aber keinen ausreichenden Schutz vor der eisigen Kälte. Als sich der Tierschutzverein einschaltete, „bot sich ein Bild des Jammers“, sagt die Vorsitzende Rosemarie Westphal, die die zuständige Behörde benachrichtigte.

Der Zweckverband Veterinär-amt Weser-Jade sorgte dafür, dass Aiko aus seiner misslichen Lage befreit wurde. Das Tier ist vor-übergehend bei einem Angehörigen des Ehepaars untergekommen.

„Unzumutbare Zustände“

Wenn die Eigentümer aus der Kur zurückkommen, wird sie ein Bußgeldverfahren wegen des Verstoßes gegen die Hundehaltungsverordnung erwarten. Das sagte Dr. Norbert Heising, Geschäftsführer des Zweckverbandes, auf Anfrage der Kreiszeitung Wesermarsch.

Einen Hund ständig an eine Kette oder Leine anzubinden, sei verboten. Darüber hinaus sei die Unterbringung des Eckwarder Collies „ein unzumutbarer Zustand“. Deshalb prüft das Veterinäramt, ob der Vierbeiner überhaupt zu den Eigentümern zurückkehrt. Auch Rosemarie Westphal findet: „Aiko hat ein besseres Leben verdient.“

Artikel vom 21.02.12 - 12:00 Uhr
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