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Publikumsinteresse ist sehr groß


Wesermarsch. Der Saisonauftakt in der Fußball-Landesliga fand stieß auf ein breites Publikumsinteresse. Mehr als 500 Zuschauer verfolgten die Begegnungen in Oythe und Melle. Auch die anderen Begegnungen waren sehr gut besucht, wobei der SV Brake mit seinen 240 Besuchern noch am Ende der Skala lag. Die Zuschauer mussten ihr Kommen nicht bereuen, konnten sie doch miterleben, wie ihre Elf an die Tabellenspitze stürmte, wo sie jetzt auch mindestens eine Woche bleibt. Von Peter Menze


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Marko Kuck (links) führte gegen Großefehn nicht nur geschickt Regie, er war auch gleich an mehreren Toren beteiligt. In dieser Szene ist er gerade zum 2:0 erfolgreich. Foto: schl

Was der klare Sieg gegen den SV Großefehn wert ist, werden die nächsten Wochen zeigen. Der Neuling ist im Poligras-Stadion vieles schuldig geblieben und hat den Kreisstädtern scheinbar nicht sehr viel Widerstand entgegengebracht. Das konnte er vielleicht aber auch gar nicht, weil die Akteure von Trainer Vesko Bukumiric dem Gegner durch ihre forsche Spielweise schnell den Schneid abgekauft hatten.

Am kommenden Sonntag in Papenburg erwarte den SVB ein Team, das der Spitzengruppe zugeordnet wird. Nach dieser Partie lässt sich das wahre Leistungsvermögen der Braker vielleicht besser einschätzen.

VfL patzt im Abschluss

Das gilt natürlich auch für alle anderen Klubs, die am Wochenende im Einsatz waren. So blieb des SV Holthausen-Biene in seinem Auftaktspiel beim VfL Oythe in den ersten 45 Minuten unter seinen Möglichkeiten. Mehr als einmal rauften sich die über 500 Anhänger der Heimelf die Haare. Mehrere klare Chancen ließ der VfL ungenutzt. Hierbei tat sich insbesondere Tim Wernke hervor, der vier glasklare Einschussmöglichkeiten versiebte.

Aber es kam noch schlimmer. Die nach dem Wechsel stärker aufspielenden Emsländer stellten nach 61 Minuten den Spielverlauf durch André Beyers 0:1 komplett auf den Kopf. Vier Minuten vor dem Abpfiff war es Abwehrspieler Tobias Latta der den umjubelten Ausgleich markierte.

Eine auf hohem Niveau stehende Begegnung mit viel Nervenkitzel bekamen die 500 Zuschauer in Melle geboten. Dort setzte sich der SC mit 3:2 gegen Blau-Weiß Papenburg durch. In der vom ehemaligen Abbehauser Unparteiischen Sven Schlickmann geleiteten Partie gingen die Emsländer durch einen Strafstoß in Führung. (16.). Die Heimelf benötigte einige Zeit, um den Schock zu überwinden. Vier Minuten vor dem Pausenpfiff markierte Fatmir Dusinovic den Ausgleich.

Der SC-Torjäger vom Dienst sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter dann auch für die Führung der Hausherren (66.), die Christian Mäscher (82.) noch ausbauen konnte. Heiko Sandersfelds Anschlusstreffer in der Nachspielzeit sorgte im SC-Lager zwar noch einmal für ordentlich Hektik, doch der Ausgleich gelang den Blau-Weißen nicht mehr.

Rückkehrer Blau-Weiß Lohne hatte lange Zeit einen Sieg zum Saison-Auftakt vor Augen. In der jederzeit offenen Partie, die von 380 Zuschauern verfolgt wurde, hatten die Lohner in der Schlussphase gleich zweimal die Chance, ihre 2:1-Führung auszubauen. Sie ließen sie ungenutzt und kassierten sieben Minuten vor dem Abpfiff noch den Ausgleich. Nach der Partie sprachen beide Trainer von einem gerechten Spielausgang.

SSC-Angriff neutralisiert

Auch beim Neuling SSC Dodesheide ist die Fußball-Euphorie groß. 300 Anhänger wollten den Saisonstart des schon zum zweiten Mal in Folge aufgestiegenen SSC gegen den TuS Pewsum miterleben. Den Ostfriesen gelang es über weite Strecken den in der Bezirksliga über 100 Mal erfolgreich Angriff der Hausherren einigermaßen in Schach zu halten, woran auch Schlussmann Nils Ludwig großen Anteil hatte.

In der zweiten Halbzeit waren gerade zwei Minuten gespielt als Heiner Hamann per Kopf die überraschende Gäste-Führung markierte. Der Traum vom Auswärtssieg war aber bereits 120 Sekunden später wieder beendet. Aus Sicht der Gäste hatte Ralf Möllering den Ausgleich allerdings aus Abseitsposition erzielt. Später haderten die Gäste noch einmal mit dem Unparteiischen, als der ihnen einen vermeintlichen Handelfmeter verweigerte. Aus dem Spiel heraus kam der TuS kaum noch zu Chancen. Anders der SSC, der im Abschluss aber zu überhastet agierte.

In der vergangenen Saison hatte die Reserve des SV Wilhelmshaven beide Begegnungen gegen Blau-Weiß Hollage für sich entschieden. Diesmal brachte sie immerhin einen Zähler aus dem Osnabrücker Landkreis mit an die Jade. Dabei wäre möglicherweise sogar mehr möglich gewesen, wenn sich Abwehrspieler Christian Neumann in der 16. Minute ein bisschen cleverer verhalten hätte. Stattdessen senste er den Hollager Maik Dorenkamp in einer eher harmlosen Situation im eigenen Strafraum um. Den fälligen Elfmeter nutzte Thomas Egbers zum 1:0.

Feldvorteile konnte sich anschließend keine der beiden Mannschaften erspielen. Im zweiten Durchgang erhöhte die SVW-Reserve den Druck und kam durch Stefan Rupprecht verdientermaßen zum Ausgleich.

Artikel vom 27.07.10 - 06:00 Uhr
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