
Es gibt noch einige Besonderheiten im Zusammenhang mit diesem Wettkampf. Selten wurde ein Feldkampf auf einem so idealen Gelände, das hohe Ansprüche an die Athleten stellte, durchgeführt. Die Tatsache, dass es dennoch so viele Würfe jenseits der 100-Meter-Marke gab, ist ebenso bemerkenswert.
Hinsichtlich der Zuschauerzahlen war dieser Ländervergleich allerdings nicht herausragend. Rund 1700 Käkler und Mäkler hatten den Weg nach Utgast gefunden. Aber auch damit durfte der Veranstalter mehr als zufrieden sein, zumal die Stimmung währen des fast achtstündigen Wettkampfs prächtig war.
„Wir haben richtig schlecht begonnen, uns dann aber im Verlauf des Wettkampfs enorm gesteigert. Ich bin richtig stolz auf meine Jungs“, so Feldobmann Hinny Harms, der angab, auch zu diesem Zeitpunkt nicht am Sieg seiner Mannschaft gezweifelt zu haben.
Die Ostfriesen waren dagegen sofort im Bilde. Lothar Taddigs‘ 98 Meter waren zwar noch im Rahmen. Nicht aber die 106 Meter von Hellfried Götz. Aber es sollte noch schlimmer kommen für die Oldenburger: Nachdem Frank (144) und Dennis Goldenstein (120) übers Brett gegangen waren, hatten die Ostfriesen bereits nach vier Werfern den ersten Schoet für sich erobert.
Diesen Rückstand glichen Ludger Ruch (93), Jens Stindt (93) und insbesondere Timo Petznik (120) aus, weil insbesondere Horst Dieling (68) unter seinen Möglichkeiten blieb. Thorsten Kerker (120) und Roman Wübbenhorst (101) konnten den Ausfall nicht kompensieren.
Hellfried Götz touchierte dagegen einmal das Gehölz, wodurch die Kugel mächtig gebremst wurde. Ähnlich erging es auf Oldenburger Seite später auch Hendrik Rüdebusch. Doch anders als bei Götz verlor der Wurf dadurch nicht an Schwung.
Dem schon so siegessicheren Anhang der Oldenburger war die Verunsicherung nach Wübbenhorsts Knaller deutlich anzumerken. Jedenfalls einem Teil. „Timo schafft dass“, waren sich dagegen die Teammitglieder um Feldobmann Hinny Harms sicher. Gemeint war Timo Petznik, der letzte Werfer in diesem 26. Feldkampf. Und er rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen mit einer Weite von 98 Metern. Allerdings wäre die Kugel wohl noch einige Meter weiter getrüllt, wenn sie nicht von einer im Weg stehenden Zuschauerin aufgehalten worden wäre. Da die Kugel die Zielmarke der Ostfriesen da aber schon passiert hatte, wurde auf einen Wiederholungswurf verzichtet. „Auch mit einem Vorsprung von 1,20 Meter ist dieser Wettkampf gewonnen“, frohlockten die Käkler und Mäkler aus dem Oldenburger Lager.
