Norddeutschland
Gericht fällt Urteil wegen tödlicher Schüsse auf Ex-Freundin Osnabrück (dpa/lni) - Das Osnabrücker Landgericht fällt heute sein Urteil über einen 69-Jährigen, der tödliche Schüsse auf seine frühere Freundin abgegeben hat. Die Tat ereignete sich im vergangenen August vor der Haustür des 55 Jahre alten Opfers im emsländischen Salzbergen. Die Anklage lautete ursprünglich auf Mord. Die Staatsanwaltschaft spricht inzwischen aber lediglich von Totschlag und fordert eine Freiheitsstrafe von elf Jahren. Die Anwälte der Kinder des Opfers, die als Nebenkläger auftreten, fordern 12 Jahre Haft. Der Anwalt des Angeklagten sieht eine fahrlässige Tötung, die mit höchstens fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet wird.
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Triple perfekt: Wolfsburgs Fußballfrauen schlagen Übermacht Lyon London (dpa) - Die Fußballfrauen des VfL Wolfsburg haben ihr Titel-Triple perfekt gemacht und eine Traumsaison mit dem ersten Champions-League-Sieg gekrönt. Gegen den nur scheinbar übermächtigen Titelverteidiger Olympique Lyon setzte sich der deutsche Meister und Pokalsieger am Donnerstagabend vor etwa 17 000 Zuschauern an der Londoner Stamford Bridge nach einer couragierten Leistung mit 1:0 (0:0) durch und trug sich als viertes deutsches Frauen-Team in die Siegerliste des wichtigsten europäischen Vereinswettbewerbs ein. Den umjubelten Siegtreffer erzielte Martina Müller per Handelfmeter in der 74. Minute.
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Hans-Dietrich-Genscher-Preis an drei Frauen aus Südniedersachsen Hannover (dpa/lni) - Drei Frauen aus Südniedersachsen haben den Hans-Dietrich-Genscher-Preis für Lebensretter erhalten, weil sie einen Mann aus einem brennenden Auto gerettet haben. Die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung ging an Martina Körner aus Bockenem, Stephanie Rauls aus Deensen und Alexandra Schnug aus Holzminden, teilte die Johanniter-Unfallhilfe, die den Preis vergibt, am Donnerstag in Hannover mit. Die drei Frauen zogen im November vergangenen Jahres einen Bundeswehrsoldaten, der mit einem Kollegen mit dem Auto gegen ein Baum geprallt war, aus dem brennenden Wagen. Für den Fahrer dagegen kam jede Hilfe zu spät, er starb bereits beim Aufprall.
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VW-Betriebsratschef will bei Haustarif mehr als in Metaller-Fläche Wolfsburg (dpa) - Der Volkswagen-Konzern muss nach Überzeugung von Betriebsratschef Bernd Osterloh in den laufenden Gesprächen über den Haustarif noch eine Schippe auf das jüngst erzielte Flächentarifergebnis drauflegen. «Ich erwarte, dass das Unternehmen gegenüber der Fläche nachbessert», sagte Osterloh dem «Handelsblatt» (Freitag). Mit einem Pilotabschluss aus Bayern hatten die Metaller im Flächentarif vor wenigen Tagen 5,6 Prozent Plus in zwei Stufen bei 20 Monaten Laufzeit erkämpft. VW hat für seine 102 000 Beschäftigten in den sechs westdeutschen Werken und der Finanztochter einen Haustarif, dessen Verhandlungen erst nächsten Montag weiterlaufen. Der Konzern hat bisher mit Verweis auf die unsichere Lage der Branche noch kein Angebot vorgelegt. Die IG Metall fordert - wie anfangs in der Fläche - 5,5 Prozent auf 12 Monate.
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Landeshauptstadt mobilisiert gegen Rechtsextremismus Hannover (dpa/lni) - Im Kampf gegen Rechtsextremismus hat Hannover eine direkte Anlaufstelle in der Stadtverwaltung geschaffen. Sie soll die Arbeit und Aktivitäten gegen Rechtsextremismus und Rassismus bündeln, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Bestehende Aktivitäten werden vernetzt und die Präventionsarbeit künftig gestärkt. Da insbesondere junge Menschen das Ziel von rechtsextremen Anwerbeversuchen sind, soll bei ihnen das Bewusstsein für die Werte der Demokratie gestärkt werden. Ziel sei, dass Hannover auch in Zukunft weltoffen und tolerant bleibe, meinte der amtierende Verwaltungschef Hans Mönninghoff.
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Fahnder nehmen Wirtschaftskriminelle ins Visier Bückeburg (dpa/lni) - Die Fahnder im Schaumburger Land bündeln ihre Kräfte im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität. Dazu hat die Staatsanwaltschaft Bückeburg unter Leitung von Oberstaatsanwalt Frank Hirt eine separate Abteilung gegründet. Neben Geldwäsche und Internetkriminalität gehe es auch um die Vermögensabschöpfung bei Kriminellen, erklärte Hirt am Donnerstag. «Mein Anliegen ist es, die Opfer von Straftaten zu stärken und den Tätern die zu Unrecht erlangten Vorteile aus den Taten wegzunehmen. Verbrechen darf sich nicht lohnen.» In der neuen Abteilung arbeiten vier Staatsanwälte.
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Schlechter Tag für 31-jährigen Bremer endet in Haft Bremen (dpa/lni) - Schlechter Tag für einen 31 Jahre alten Bremer: Schon der Start in den Mittwoch ging für den Mann mit dem Besuch eines Gerichtsvollziehers schief. Der 31-Jährige erschien anschließend auf einem Revier in der Bremer Neustadt, weil der staatliche Geldeintreiber die Tür seiner Wohnung hatte öffnen lassen und den Schlüssel für das Ersatzschloss bei der Polizei hinterlegen wollte. Die Beamten überprüften die Personalien des 31-Jährigen und stellten fest, dass er gesucht wurde. So legten sie statt des Schlüssels einen Haftbefehl vor und vollstreckten ihn auch sofort. Bei der fälligen Durchsuchung gab es eine weitere Überraschung, berichtete die Polizei am Donnerstag. Der 31-Jährige hatte Rauschgift bei sich. Neben der Haftstrafe folgt ein weiteres Strafverfahren.
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