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Kultur

Bremerhavener Bach-Chor führt Markuspassion auf

Uhr Von Sebastian Loskant
Mit 3000 Euro unterstützt die Ursula-Wulfes-Stiftung, vertreten durch Michael Sandelmann (links) und Christoph Dahms (rechts), die von David Schollmeyer geleitete Aufführung der Markuspassion. Foto Ulrich

Bremerhaven. „Ursula Wulfes würde sich über Ihr Engagement freuen. Sie liebte die Kirchenmusik sehr.“ Dieses Lob habe ihnen neulich eine alte Freundin der Verstorbenen gespendet, erzählen Michael Sandelmann und Christoph Dahms vom Vorstand der Ursula-Wulfes-Stiftung stolz. Und unterstützen bereits das nächste Konzert: 3000 Euro gibt die Stiftung für die Aufführung der Markuspassion BWV 247 von Johann Sebastian Bach durch den Bach-Chor – zu hören am Sonntag, 13. März, um 17 Uhr in der Großen Kirche.

Nun kennen Musikfreunde Bachs Johannespassion und seine Matthäuspassion, aber eine Markuspassion? Tatsächlich soll Bach laut Nachruf von 1751 sogar fünf große Chorwerke für den Karfreitag geschrieben haben, doch nur zwei sind (im Nachlass seines Sohnes Carl Philipp Emanuel) überliefert. Von einer dritten, die den Leidensweg Christi nach dem Markus-Evangelium schildert und 1731 uraufgeführt wurde, existieren immerhin die Textdrucke zweier späterer Aufführungen (1732 und 1744).

Konzert des Bach-Chors
Was: Markuspassion BWV 247 von Johann Sebastian Bach, rekonstruiert von Diethard Hellmann und Andreas Glöckner
Wann: Sonntag, 13. März, 17 Uhr
Wo: Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche (Große Kirche) Bremerhaven
Karten: Für 15 (ermäßigt 10) Euro bei freier Platzwahl im NZ-Ticket Shop und im Gemeindehaus Große Kirche, 04 71/4 28 20; Vorverkauf ab Montag, 22. Februar
3 x 2 Karten
„Markuspassion“
Jetzt anrufen bis 22. 2., 8 Uhr
0137/800 4242
Stichwort: Markus
0,50 Euro pro Anruf aus dem dt.
Festnetz, mobil abweichend.
Die Gewinner werden
benachrichtigt.

Nach diesen Texten lassen sich immerhin etwa 50 Minuten der Musik rekonstruieren: alle 16 Choräle, außerdem der Eingangs- und Schlusschor sowie zwei Sopranarien, zwei Altarien und eine Tenorarie. Bach wandte in der Markuspassion nämlich (wie auch im Weihnachtsoratorium) das „Parodieverfahren“ an: Er griff auf ältere Kompositionen zurück und legte einfach einen neuen Text darunter. So stammen etliche Stücke aus der weltlichen Trauerode „Lass, Fürstin, lass noch einen Strahl“ BWV 198, andere aus zwei weiteren Kantaten.

Für den Rest allerdings fehlen die Noten: Vor allem die Rezitative des Evangelisten, der die biblische Handlung erzählt, und die darin eingebetteten Choreinwürfe des Volkes bleiben ohne Musik. Interpreten wie Ton Koopman haben sie deshalb neuvertont. Eine andere Fassung wurde 2009 in der Dresdner Frauenkirche aufgeführt: Damals las Dominique Howitz den Evangelienbericht vor – und die rekonstruierbaren Musikstücke wurden eingefügt.

Pastor Rösel spielt Laute

In dieser Form soll die Markuspassion auch in der Großen Kirche erklingen: „Mit dem Hamburger Schauspieler David Gravenhorst, dem Bruder des Bremer Domorganisten, haben wir einen exzellenten Sprecher gewonnen“, freut sich Kantor David Schollmeyer. Der Bach-Chor wird zeigen, dass auch scheinbar leichte Choräle große Intensität entfalten, wenn man ihre innere Struktur zum Leuchten bringt.

Mitglieder des Philharmonischen Orchesters werden durch zwei Gambisten aus Bremen verstärkt.

Für die Solo arien hat Schollmeyer die Sopranistin Ulrike Meyer (Hamburg), Altistin Nina Böhlke (Bremen) und Tenor Tobias Haaks vom Bremerhavener Stadttheater engagiert. Mitglieder des Philharmonischen Orchesters werden durch zwei Gambisten aus Bremen verstärkt. „Und den Lautenpart spielt unser Pastor Mathias Rösel auf einer riesigen Theorbe.“

David Schollmeyer hat die Markuspassion in dieser Form bereits vor vier Jahren in Buchholz (Nordheide) aufgeführt und spricht deshalb aus Erfahrung: „Jeder erklingende Tom stammt zu 100 Prozent von Bach – und die Gesamtwirkung ist äußerst eindringlich.“

Konzert des Bach-Chors
Was: Markuspassion BWV 247 von Johann Sebastian Bach, rekonstruiert von Diethard Hellmann und Andreas Glöckner
Wann: Sonntag, 13. März, 17 Uhr
Wo: Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche (Große Kirche) Bremerhaven
Karten: Für 15 (ermäßigt 10) Euro bei freier Platzwahl im NZ-Ticket Shop und im Gemeindehaus Große Kirche, 04 71/4 28 20; Vorverkauf ab Montag, 22. Februar
3 x 2 Karten
„Markuspassion“
Jetzt anrufen bis 22. 2., 8 Uhr
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