Ein anonymer Hinweisgeber wandte sich an die Kreiszeitung. Er berichtete von zwei ausgerissenen Hunden, die auf dem Kronos-Gelände in ein Schlammbecken geraten und dort qualvoll verendet seien. Gleichzeitig stellt der Schreiber die Frage auf, was passieren könne, wenn Kinder auf das Gelände gerieten.
Der stellvertretende Werkleiter von Kronos Titan, Dr. Peter Möller, bestätigte auf Anfrage der Kreiszeitung den Vorfall, der sich bereits am Freitag ereignet habe. Demnach seien die Hunde ohne ihre Besitzerin auf das Gelände gelaufen. Sie seien sie unter einem Zaun hindurch an das Schlammbecken gekommen und in das Wasser gestürzt.
„Die Becken sind mit einer Folie ausgelegt, somit war es den Hunden wohl nicht möglich, aus dem Becken herauszuklettern“, vermutet Peter Möller. In den Becken wird Weserwasser, das zum Kühlen der Betriebsanlage angesaugt wird, vom Schlamm befreit, bevor es in den Kühlkreislauf geleitet wird. In diesem Schlamm sind die Tiere dann ertrunken beziehungsweise erstickt.
Warum die frei laufenden Hunde auf das Gelände gelangen konnten, ist bislang nicht bekannt. Erst später sei die Besitzerin am Zaun aufgetaucht und habe nach ihren Hunden gesucht. Die Gefahr, dass Kinder in die Becken geraten könnten, sieht Peter Möller jedoch nicht. Dafür seien die Löcher im Zaun zu klein. Außerdem sollen alle Zäune nun überprüft und gegebenenfalls repariert werden. (flo)
Unfall auf dem Gelände von Kronos Titan in Blexen – Tiere kriechen unter Zaun hindurch
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