Für die jungen Hofgäste eine spannende Erfahrung, zumal die Geburt nicht ohne Komplikationen verläuft: Das Kalb ist bereits sehr groß. So bereitet es sowohl der erstgebärenden Mutter als auch den Gehöftbetreibern Stefanie und Fritz Nobis sichtliche Mühen, das Jungtier wohlbehalten aus dem Mutterleib zu befördern.
Als das Kalb dann reglos neben seiner Mutter im Stroh liegt, macht sich für einen Moment angstvolles Schweigen unter den jungen Augenzeugen breit. Schließlich schlägt das Tier jedoch die Augen auf und macht erste Atemzüge. „Das war haarscharf“, stellt Stefanie Nobis erleichtert fest. „Eine solch‘ schwere Geburt ist für ein junges Publikum eigentlich nicht geeignet“, fügt Ehemann Fritz hinzu.
Eigentlich waren die Jungen und Mädchen aus einem ganz anderen Grund auf den Hof in Altenesch gekommen. Erstmalig hat die Evangelische Jugend Wesermarsch unter Leitung der Kreisjugenddiakonin Sandra Bohlken unter dem Motto „Crazy Cows“ zu einem Erlebnistag auf dem Hof Nobis eingeladen. Eigentlich hatten die Teilnehmer drei Tage lang kreativ, spielerisch und spirituell aktiv sein sollen. Doch die Anmeldungen blieben aus. So komprimierten die Organisatoren das Gesamtprogramm kurzerhand auf einen Tag.
Mit „Kuh-Yoga“ auf dem Deich stimmten sich die Teilnehmer auf den Tag ein. Weiter ging es in einem zum Atelier umfunktionierten Kuhstall. Beim Basteln kleiner, aber durchaus funktionaler Geldbörsen aus leeren Milchtüten und dem Erstellen von „Kuhlagen“ stellten die jungen Teilnehmer ihre Kreativität unter Beweis. Neben einer glitzernden „Diskuh“ erstrahlten auch furchteinflößende „Muhtanten“. (ff)
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