
Karen Strack von der Stadterneuerungsgesellschaft re.urban und Alexander Rudnick von der Consultingfirma Rudnick, Rudnick & Partner präsentierten dem Ausschuss ihre „Ansätze für ein Erneuerungskonzept“. Allerdings waren SPD und CDU unter sich. FDP und WEM hatten ihre Teilnahme wegen des vorgezogenen Sitzungstermins mit der Begründung eigener Terminschwierigkeiten abgesagt.
Was die übrigen Mitglieder des Ausschusses zu hören bekamen, ließ sie die Stirn runzeln – wie Goethes Dr. Faustus: „Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“.
Die Botschaft von Strack und Rudnick war: Geld in die Hand nehmen – und zwar öffentliches wie privates – und damit Häuser sowie Plätze und Straßen sanieren. Das Problem: Die Stadt ist faktisch pleite und die privaten Hausbesitzer werden nur Geld ausgeben, wenn sie vom Erfolg der Investition überzeugt sind.
Über die Sanierung hinaus sollte die Stadt ein eigenes Image als Wohnstandort entwickeln – was auch Investitionen fordert, die die chronische klamme Finanzlage der Stadt eigentlich nicht zulässt. Zudem sollte die Fußgängerzone sich auf ein maritim-touristisches Angebot von Handel und Gastronomie konzentrieren. Soll wohl heißen: Touristenshops und Fischlokale wie am Fischereihafen in Bremerhaven.
Statt dessen sollte es eine enge Verzahnung von Seefahrtschule und Maritimem Kompetenzzentrum einerseits und der Innenstadt andererseits gebenen. „Es gibt weltweite Beziehungen der maritimen Einrichtungen, aber keine Beziehung zur Innenstadt“, führt Expertin Strack ins Feld. Hier müssten beide Seiten investieren, etwa in gemeinsame Ausstellungen oder gemeinsame Veranstaltungen. Womit wieder die Frage im Raum stand: Wer soll das bezahlen?
Weitere Details aus dem Gutachten und die Meinung der politisch Verantwortlichen lesen Sie morgen in der Kreiszeitung.
