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Schwiegertochter gesucht


Waddens. Bäuerin Marga Hinrichs verfolgt eigene Pläne mit ihrem Sohn Fokko, sie möchte die passende Frau für den eingefleischten Junggesellen finden. Als eifrige Fernsehguckerin hat sie auch schon das passende Format gefunden, nämlich die Sendung „Veer Handen för een Jidder“ – vier Hände für ein Euter. Von Brigitte Rademann


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Moderatorin Vera Westermann (Imke Keiser, links), testet das Wissen der Kandidatinnen Hannelore Melzer (Sarah Schmitz) und Silvia Engelke (Rita Linneweber, rechts).

Am vergangenen Wochenende brachte die Waddenser Speelschar ihr neues Stück auf die Bühne der Gaststätte De Waddenser Butjenter. Die Premiere des plattdeutschen Dreiakters aus der Feder von Helmut Schmid und Christoph Bredau stieß beim Publikum auf Begeisterung.

Im 25. Jahr des Bestehens der Theatergruppe hatte erneut Hans-Georg Schröder die Regie übernommen und setzte die acht Darsteller vortrefflich in Szene. Die Handlung spielt auf dem Hof von Fokko Hinrichs (Hans-Otto Neckritz) und seiner Mutter Marga (Heike Antons). Der drömelige Jungbauer ist alles andere als begeistert über ihre Bemühungen, eine passende Frau zu finden, und dann auch noch über das Fernsehen. So bringt die durchgeknallte Moderatorin Vera Westermann (Imke Keiser) in Begleitung des Kameramanns Matthias Henning (Olaf Keiser) den geordneten Haushalt ganz schön durcheinander. „Alles paletti, alles feini“ lautet der Kommentar von Vera Westermann, als eine gestellte Szene im Kasten ist. Allerdings kann sie ihre nervenaufreibende Arbeit mit der aufmüpfigen Schwiegermutter in spe und dem heiratsunwilligen Bauern nicht durchführen, ohne kräftig nachzutanken und hat stets einen Flachmann unterm Rock.

Exzentrisches Gehabe

Die Moderatorin, Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind beabsichtigt, geht mit ihrem exzentrischen Gehabe dem Jungbauern auf die Nerven und als die beiden Bewerberinnen auftauchen, ist er alles andere als begeistert. Zudem geht auf dem Hof alles drunter und drüber, denn die Kandidatin Hannelore Melzer (Sarah Schmitz) fängt mit ihrer Konkurrentin Silvia Engelke (Rita Linneweber) einen Zickenkrieg an, denn Hannelore Melzer hat es auf die 100 000 Euro Gewinn abgesehen und schreckt nicht davor zurück, den Langzeitpraktikanten auf dem Bauernhof, Björn Hoppe (Timo Dierks), auf ihre Seite zu ziehen. Als nach ihrer Sabotage das Chaos ausbricht, ist auch die neugierige Nachbarin Brunhilde Kowalski (Elke Böker) völlig von den Socken.

Auf der Bühne geht es zuweilen recht turbulent zu. Heike Antons mimt die resolute Bäuerin auf Brautschau und spielt sich dabei mit der Noberschen, gespielt von Elke Böker, gekonnt die Bälle zu. Hans-Otto Neckritz geht in seiner Rolle als schüchterner Bauer vom platten Land auf, der der geballten Frauenpower nichts entgegenzusetzen hat. Sarah Schmitz als durchtriebene Bewerberin stand für die Waddenser Speelschar zum ersten Mal auf der Bühne und konnte mit ihrem gelungenen Einstand überzeugen. Leicht bekleidete Auftritte, Gesangseinlagen und Intrigen brachten die beiden Bewerberinnen nicht ans Ziel ihrer Träume. Obwohl sie ihre Fähigkeiten als Bäuerin unter Beweis stellten, gewann ein anderer das Herz des Junggesellen. Wer das ist, wird allerdings nicht verraten.

Die Laienspeelschar führt „Veer Handen för een Jidder“ am Freitag, 12. Februar, um 20.15 Uhr noch einmal auf. Weitere Vorstellungen sind für Sonntag, 14. Februar, um 15 Uhr und für Freitag, 19. Februar, um 20 Uhr geplant. Die Nachmittagsvorstellung beginnen um 14 Uhr mit Kaffee und Kuchen, die Abendvorstellungen um 19 Uhr mit einem Büfett. Die Verzehrwünsche müssen in der Gaststätte De Waddenser Butjenter vorher angemeldet werden, hier gibt es unter 0 47 33/16 34 auch Karten.

Artikel vom 08.02.10 - 06:00 Uhr
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