Rund 1400 Besucher wurden 2009 befragt, um die Kundenzufriedenheit zu ergründen. Die Interviewer des Marktforschungsinstituts ITF waren ganzjährig im Einsatz. Die Bewertung fiel positiver als in der Vergangenheit aus, ist ein Fazit von ITF-Geschäftsführer Volker Trimkowski.
Obwohl das Klimahaus erst Ende Juni 2009 eröffnet wurde, überflügelte es als Magnet bereits die Mitbewerber. Allerdings, sagt der neue Chef-Touristiker bei der BIS, Volker Kölling, fanden Besucher auch etwas am Neuzugang auszusetzen: „Beim Start war noch nicht alles fertiggestellt, die Warteschlangen nervten ebenfalls. Das hat sich deutlich geändert.“
Insgesamt ist er zufrieden mit den Erkenntnissen der Befragung, die er für sich als „Handlungsanweisung“ begreift. 57 Prozent der Gäste gaben an, dass ihre Erwartungen „voll erfüllt“ worden seien (2008: 37 Prozent). Rechne man noch diejenigen dazu, die „erfüllt“ angegeben hätten, komme man sogar auf 98 Prozent Zustimmung, freut sich Kölling.
Deutliche Zuwächse könne man in allen Feldern verzeichnen, wertete auch sein Touristik-Bereichsleiter Jochem Schöttler. Defizite gebe es bei der Jugend: „Ihr Gästeanteil lag zumindest 2009 leicht unter dem Bundesschnitt“, meinte er. Weil das Internet in der Tourismusbranche eine immer größere Rolle spiele, wolle man dort die Angebote ausweiten, kündigte Kölling an. Mit dem „Havenhostel“ werde man künftig auch den Geschmack dieser Zielgruppe mehr ansprechen können, ist er zuversichtlich.
In punkto Gästezufriedenheit konnten die Touristiker weiter Pluspunkte sammeln. „78 Prozent der Befragten gab an, wiederkommen zu wollen“, sagte Kölling. Neben dem touristischen Angebot wollten viele Besucher auch das maritime Flair ergründen. Zwar stehe der Klimahaus-Besuch weit oben auf dem Wunschzettel. Hafenrundfahrt oder Besichtigung auf dem Container-Terminal fehlten ebenso wenig, wie eine Tour in das Schaufenster Fischereihafen. Ganz oben auf der Rangliste stehe jedoch „Bummeln und Shoppen“, so Kölling.
Neben allen Neuerungen wolle man auch Bewährtes wie die Windjammer-Treffen nicht vernachlässigen. Dass der positive Trend ins neue Jahr übergesprungen ist, unterstrich Schöttler: „Wir haben in den ersten vier Monaten ein Besucherplus von 18 Prozent festgestellt.“
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