Das Interesse an industriellen Lofts – hallenartig durchgehende hohe Wohnbereiche – sei groß, sagt der Geschäftsführer des Baubetriebs Hans Sievert. „Noch gibt es das hier nicht. Aber auch ein Kaufhaus hat industriellen Charakter.“
Noch, betont Hauseigentümer Thies Algner aus Hamburg, „sind wir im Verkaufsprozess“. Seit fünf Jahren versucht er das sanierungsbedürftige Warenhaus Ecke Grashoff-/Georgstraße zu verkaufen, „es hat nie geklappt“. Pläne eines Interessenten, abzureißen und ein neues Geschäftshaus mit Passage und Innenhof zu bauen, scheiterten voriges Jahr an der Finanzierung. Aber, betont Algner, „man kann mit dem Mieter Preis-Oase das Gebäude langfristig nicht aufrechterhalten.“
Erst wenn die Hälfte der insgesamt 2250 Quadratmeter geplanten Wohnfläche verkauft sei, werde aus dem Vor- ein Kaufvertrag, sagt Henry Kettenburg. Erst dann könne der Ausbau starten.
Angeboten werden ab der zweiten Etage drei bis fünf Lofts pro Stockwerk, jedes 100 bis 300 Quadratmeter groß. Im ersten Stock sind 650 Quadratmeter Büroflächen geplant, ganz oben Dachterrassen. „Wir wollen die Bausubstanz sanieren.“ Innen werde das Gebäude komplett umgebaut. Geschätztes Investitionsvolumen? „Bisher rund drei Millionen Euro.“ Der Umsetzung stehe nichts im Wege, „das Objekt ist für die geplante Nutzung gesichert“.
Das ist Musik in Thomas Ventzkes Ohren – denn „wenn hier etwas Positives passiert, strahlt das auf die Georgstraße aus“, so der Chef der Werbegemeinschaft Geestemünde. Sinnvoll sei, dass das Erdgeschoss weiter für Einzelhandel vermietet werde. „Wir verhandeln“, erklärt Kettenburg, „mit Einzelhändlern und Lebensmitteldiscountern.“
Hoffnung für Georgstraße: Investor plant bis Mitte 2011 Umbau des Gebäudes für Eigentumswohnungen
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