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Aus altem Merkur-Haus werden Lofts

Bremerhaven. Kein Merkurhof, keine Passage, kein Neubau – alle Kauf-Interessenten für das einstige Kaufhaus Merkur sind bisher abgesprungen. Nun ist ein neuer Investor da, will die seit Jahren unvermittelbare Immobilie zu großen Eigentumswohnungen, so genannten Lofts, und das Haus an der Neumarktstraße für betreutes Wohnen umbauen. „Mitte 2011 könnten wir fertig sein“, ist Henry Kettenburg optimistisch. Von Susanne Schwan

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Großzügige Eigentumswohnungen mit Loft-Charakter will Investor Henry Kettenburg, Chef des Baubetriebs Sievert, im einstigen Merkur-Kaufhaus ausbauen. Lofts sind ursprünglich zu Wohnraum unfunktionierte Lagerhallen für integriertes Wohnen und Arbeiten. Foto: eer

Das Interesse an industriellen Lofts – hallenartig durchgehende hohe Wohnbereiche – sei groß, sagt der Geschäftsführer des Baubetriebs Hans Sievert. „Noch gibt es das hier nicht. Aber auch ein Kaufhaus hat industriellen Charakter.“

Noch, betont Hauseigentümer Thies Algner aus Hamburg, „sind wir im Verkaufsprozess“. Seit fünf Jahren versucht er das sanierungsbedürftige Warenhaus Ecke Grashoff-/Georgstraße zu verkaufen, „es hat nie geklappt“. Pläne eines Interessenten, abzureißen und ein neues Geschäftshaus mit Passage und Innenhof zu bauen, scheiterten voriges Jahr an der Finanzierung. Aber, betont Algner, „man kann mit dem Mieter Preis-Oase das Gebäude langfristig nicht aufrechterhalten.“

Gerüchteküche brodelt

Er wolle das Haus loswerden, aber „in guten Händen“ wissen. Seit die Werbe-Banderole „Loft-bremerhaven.de“ am Haus hängt, brodelten unter den Mitarbeitern der Preis-Oase Gerüchte: „Da behaupten Kunden, nächste Woche werde dicht gemacht, aber so ist es nicht.“

Erst wenn die Hälfte der insgesamt 2250 Quadratmeter geplanten Wohnfläche verkauft sei, werde aus dem Vor- ein Kaufvertrag, sagt Henry Kettenburg. Erst dann könne der Ausbau starten.

Angeboten werden ab der zweiten Etage drei bis fünf Lofts pro Stockwerk, jedes 100 bis 300 Quadratmeter groß. Im ersten Stock sind 650 Quadratmeter Büroflächen geplant, ganz oben Dachterrassen. „Wir wollen die Bausubstanz sanieren.“ Innen werde das Gebäude komplett umgebaut. Geschätztes Investitionsvolumen? „Bisher rund drei Millionen Euro.“ Der Umsetzung stehe nichts im Wege, „das Objekt ist für die geplante Nutzung gesichert“.

Das ist Musik in Thomas Ventzkes Ohren – denn „wenn hier etwas Positives passiert, strahlt das auf die Georgstraße aus“, so der Chef der Werbegemeinschaft Geestemünde. Sinnvoll sei, dass das Erdgeschoss weiter für Einzelhandel vermietet werde. „Wir verhandeln“, erklärt Kettenburg, „mit Einzelhändlern und Lebensmitteldiscountern.“

Hoffnung für Georgstraße: Investor plant bis Mitte 2011 Umbau des Gebäudes für Eigentumswohnungen

Artikel vom 31.07.10 - 06:00 Uhr
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