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ETB-Frauen halten dagegen

Elsfleth. Wie schon im Hinspiel haben die Handball-Frauen des Elsflether TB der HSG Hude/Falkenburg auch gestern in der heimischen Stadthalle Paroli geboten. Der Vorletzte bot gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter der Oberliga Nordsee eine gelungene Vorstellung bei der 26:32-Niederlage.

Ulrich Adami war dementsprechend zufrieden: „Das war sehr gut, wenn man bedenkt, dass die Jugend A davor ihre Partie gehabt hat. Ich muss der Mannschaft ein großes Lob zollen“, sagte der Trainer der Elsfletherinnen.

Die begannen hervorragend. Der ETB führte gegen den Regionalliga-Absteiger mit 3:1. Nachdem er drei Treffer hintereinander kassiert hatte, steckte er nicht auf und egalisierte den 3:4-Rückstand bei 6:6. Unentschieden stand es auch Mitte der ersten Halbzeit (9:9). Doch nach dem 10:11 gab es eine Schwächephase.

Fünf Minuten vor der Pause vergab Elsfleth drei klare Chancen. Patricia Bednorz war zwei Mal frei durch gewesen und zog hart ab, doch der Ball prallte vom Pfosten wieder ab. Auch Ayleen Breipohl hatte von außen Pech. Hude/Falkenburg nutzte die jeweiligen Tempogegenstöße zum 13:10. „Wir waren über weite Strecken des ersten Durchgangs auf Augenhöhe und hätten ausgleichen, wenn nicht sogar in Führung gehen können“, berichtete der Übungsleiter. Stattdessen sahen sich die Gastgeberinnen nach dem 11:13 einem 11:15-Rückstand nach 30 Minuten konfrontiert.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts erhielt die Adami-Sieben einige Zwei-Minuten-Strafen und geriet – auch in doppelter Unterzahl – deutlich ins Hintertreffen. Die Gäste erzielten die ersten vier Treffer nach Wiederbeginn und zogen auf 19:11 davon.

Doch die Handballerinnen aus der südlichen Wesermarsch spielten mutig weiter. Sie standen gut in der Deckung und kämpften im Angriff. Nach dem 12:22 verkürzte der Turnerbund auf 15:24, 17:26, 22:30 und 26:31. Der letzte Torerfolg gelang der HSG zum 32:26-Endstand.

Bonus des Tabellenführers

In der Phase, als seine Schützlinge aufkamen, haderte Ulrich Adami mit den Schiedsrichtern. Der Coach sprach von unglücklichen Entscheidungen gegen sein Team, die nicht ganz verständlich gewesen seien. Für ähnliche Vergehen habe der Tabellenführer keine Hinausstellungen oder Strafwürfe bekommen. „Das ist wohl der Bonus des Spitzenreiters“, so Adami, der die Niederlage aber nicht den Unparteiischen anlastete.

Er hob Torfrau Tanja Dierks hervor, die herausragend gehalten habe. Außerdem strich der Trainer Jennifer Adami, Patricia und Viktoria Bednorz heraus. Jennifer Adami war mit zehn Treffern, davon fünf Strafwürfe, beste Werferin. Patricia Bednorz traf zwar nur einmal, agierte aber stark. Ihre Schwester Viktoria Bednorz leistete sich am Kreis keinen Fehlwurf.

Während der ETB die Haupttorschützin des Gegners, Mareike Zetzmann (ein Tor), im Griff hatte, fand er kein Mittel gegen die Kreisläuferin, die zehn Treffer markierte. „Da waren wir in der Abwehr einige Male zu passiv“, kritisierte Ulrich Adami, der insgesamt aber einverstanden mit der Vorstellung war. Konditionell sah er seine Spielerinnen sogar im Vorteil. In der Tabelle bleibt Elsfleth Vorletzter und weist nun die meisten Minuspunkte auf.

ETB: Dierks – Breipohl (1), Krause (4), Matschei (5), Buttelmann (1), V. Bednorz (4), P. Bednorz (1), Adami (10/5), Mielke. (nim)

Artikel vom 08.02.10 - 06:00 Uhr
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